Bundesstraße 7

Gegen Lärm und Gestank: Caldener demonstrierten für Ortsumgehung

Kämpfen für mehr Ruhe im Ort: Pünktlich zur Demonstration um 16 Uhr am Freitag hörte es auf zu regnen, worüber sich die 150 Teilnehmer sehr freuten. Mit Schildern und Fackeln zogen die Caldener die Hauptstraße entlang, um auf die Ortsumgehung der B7 aufmerksam zu machen. Foto:  Temme

Calden. Viele Caldener sind das Warten leid - schon seit Jahrzehnten wird über eine Ortsumgehung der B7 diskutiert, allerdings bisher erfolglos. Deshalb wurde am Freitagnachmittag nun zum dritten Mal demonstriert.

150 Menschen folgten dem Aufruf des Caldener Aktionsbündnisses Pro-B7-Ortsumfahrung, zogen mit Schildern und Fackeln entlang der Hauptstraße durch den Ort.

„Die B7 ist die einzige Bundesfernstraße, die mitten durch einen Ort führt“, sagte Ullrich Meßmer, ehemaliges Mitglied des deutschen Bundestages und Mitstreiter des Aktionsbündnisses. Die Verkehrssituation sei eine Zumutung für die Anwohner - mit ihren Demonstrationen forderten sie, dass das Thema nun endlich ernsthaft angegangen werde.

„Straße mal zurückgeholt“ 

Mit Schildern, auf denen Sätze wie „Lärm und Gestank machen uns krank“ standen, zogen die 150 Demonstranten die Holländische Straße auf und ab. Da am späten Nachmittag die Straße besonders stark befahren ist, mussten die Autofahrer natürlich leichte Verkehrsbehinderungen in Kauf nehmen. „Für diese Zeit haben wir die Straße mal für uns zurückgeholt“, erklärte Meßmer, der ganz vorn mitlief.

Natürlich soll dies nicht die letzte Demonstration gewesen sein - für den 16. Januar ist die nächste geplant. „Und natürlich werden wir auch danach noch einiges auf die Beine stellen, unser Aktionsbündnis hat sich einiges vorgenommen“, ergänzt der Caldener.

Nach vielen Pleiten, Pech und Pannen, was die Planung der Ortsumgehung in der Vergangenheit anbelangt, befürchten die Befürworter der Ortsumgehung, dass Neubaumaßnahmen in Nordhessen erstmal hinten an gestellt werden sollen.

„Die Landesregierung hat den Südhessen die Lösung vieler Verkehrsprobleme versprochen, da könnte es schon sein, dass sie uns auf die lange Bank schieben wollen“, befürchtet Meßmer und mit ihm die Caldener Demonstranten.

Damit werden sich die Caldener natürlich nicht zufrieden geben. Jetzt, mit Unterstützung des künftigen Bürgermeisters Maik Mackewitz, erhoffen sie sich endlich eine Lösung, was die Verkehrssituation in Calden betrifft.

Von Tanja Temme

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