Kommentar

Rückstufung für Kassel Airport abgelehnt: "Kein Skandal"

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Flughafenchef Lars Ernst (links) und Hessens Finanzminister und Airport-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schäfer (CDU).

Calden. Der Kassel Airport wird nicht zu einem Flugplatz zurückgestuft. Das wurde am Donnerstag bekanntgegeben. Dazu ein Kommentar von HNA-Redaktionsleiter Lasse Deppe.

Ein Flughafen, der ein Defizit von etwa sechs Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet, soll so weitermachen wie bislang. Diese Entscheidung als Ergebnis einer unabhängigen Untersuchung ist dem Steuern zahlenden Bürger nur schwer zu erklären. Dennoch ist sie kein Skandal.

Man muss den Kassel Airport schon als mehr betrachten, als einen Ort für An- und Abreisen, der sich ausschließlich über Passagierzahlen definiert. In der Waagschale liegen hunderte Arbeitsplätze und Steuereinnahmen von 35, prognostiziert bald schon 50 Millionen Euro im Jahr. Hält man da die mögliche Einsparung von etwa 1,6 Millionen Euro bei einer Rückstufung zum Verkehrslandeplatz entgegen, wird deutlich, warum die für Anteilseigner keine Option ist.

Dennoch ist das Ergebnis der Studie kein Freibrief, sondern vielmehr eine Hausaufgabe für die Betreibergesellschaft. Im kommenden Herbst wird möglicherweise eine neue Landesregierung gewählt, vielleicht werden schon dann die Karten neu gemischt. Für eine gute Ausgangsposition muss schon jetzt konsequent gearbeitet werden.

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