Vom Flugzeug in die Reisebusse

Flüchtlinge am Kassel Airport gelandet – Kranke Kinder an Bord

Flüchtlinge steigen auf dem Kassel Airport aus dem Flugzeug, das aus Griechenland gekommen ist.
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Angekommen am Kassel Airport: Nach einem rund zweieinhalbstündigen Flug sind Kinder und Erwachsene gestern in Calden gelandet. Insgesamt kamen 18 Familien an, die dann auf mehrere Bundesländer verteilt wurden.

Am Kassel Airport sind Freitagmorgen (24.07.2020) laut des Ministeriums für Migration 83 Flüchtlinge gelandet. Die Maschine war gegen 8.20 Uhr in der griechischen Hauptstadt Athen gestartet.

Calden - Der Kassel Airport wurde aufgrund der zentralen Lage innerhalb der Bundesrepublik ausgewählt. Die Flüchtlinge stammen aus den überfüllten Camps auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis.

Unter den Asylsuchenden sind 17 kranke Minderjährige, 32 begleitende Erwachsene und 33 Geschwisterkinder – insgesamt sind es 18 Familien. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) mitteilte, stammen sie aus Afghanistan, Irak, Somalia, Syrien und palästinensischen Gebieten. Neben freiwilligen Helfern empfingen auch eine Reihe von Dolmetschern die Ankömmlinge in Calden.

Kassel Airport: Flüchtlinge werden auf neun Bundesländer verteilt

Mit fünf Bussen erfolgte nach der Ankunft am Kassel Airport die direkte Weiterreise der 83 Flüchtlinge. Sie werden auf neun Bundesländer verteilt. Das Nachbarland Thüringen nimmt 18 der Asylsuchenden auf, Rheinland-Pfalz 16, Nordrhein-Westfalen 14, Hessen neun, Niedersachsen acht, Berlin sieben, Bremen fünf, Baden-Württemberg und Hamburg jeweils drei, berichtet die Deutsche Presseagentur.

In fünf Reisebussen wurden die Flüchtlinge von Calden in andere Bundesländer gebracht.

Das BMI hatte ursprünglich mitgeteilt, dass 106 Menschen in Calden landen sollten. Eine Nachfrage unserer Zeitung ergab, dass 23 Personen aufgrund von medizinischen Gründen die Reise nicht antreten konnten. Sie sollen mit einem der nächsten Flüge jedoch nachkommen, hieß es weiter.

Kassel Airport: Corona-Tests vor Flug nach Deutschland

Um nach Deutschland überstellt werden zu dürfen, mussten sich die Asylsuchenden im Vorfeld Tests auf das Coronavirus unterziehen. „Ein negatives Testergebnis ist die Voraussetzung für den Transfer aus Griechenland in den jeweiligen Mitgliedsstaat“, erklärte Alina Vick, Pressesprecherin des Bundesinnenministeriums. Eine grundsätzliche Quarantäne sei für die Flüchtlinge nicht vorgesehen, da Griechenland zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht als Risikogebiet eingestuft ist. (Nela Müller)

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