Neue Struktur für Flotte – „Keine Auswirkung auf Calden“

Kassel Aiport: Fluglinie Sundair sieht sich bei eigener Sanierung auf gutem Weg

Ein Airbus der Fluglinie Sundair auf dem Gelände des Kassel Aiport.
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Der Kassel Airport ist eine der Basen von Sundair, hier ein Airbus der Fluglinie in Calden.

Die Fluglinie Sundair macht nach eigenen Angaben Fortschritte bei ihrer Sanierung. Dabei stehen auch für die Flugzeugflotte Veränderungen an.

Calden - Auf den Kassel Airport soll das allerdings keine Auswirkungen haben. Seit September 2017 fliegt die Airline touristische Ziele auch vom Kassel Airport in Calden aus an. Hier ein Überblick über die aktuelle Situation:

Die Fluglinie

Sundair, 2016 gegründet, hat ihren Sitz in Stralsund und Basen am Kassel Airport sowie Berlin, Dresden und Bremen. Die Fluglinie bedient Ferienziele im Mittelmeerraum, am Roten Meer und auf den Kanarischen Inseln. Dies geschieht vor allem für Reiseveranstalter – insbesondere Schauinsland-Reisen, aber auch andere deutsche Anbieter. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen 240 Mitarbeiter. 160 gehören zum „fliegenden Personal“ wie Piloten und Kabinen-Crew, 80 sind am Boden für Technik, Administration oder Buchhaltung tätig.

Der Schutzschirm

Die Sundair GmbH hatte im Oktober einen Schutzschirm beantragt mit dem Ziel, sich bei laufendem Flugbetrieb neu aufzustellen (HNA berichtete). Dabei handelte es sich um ein Sonderverfahren im Insolvenzrecht in Eigenverwaltung. Sundair steuert die Sanierung also selbst, die Unternehmensspitze bleibt im Amt. „Ziel ist es, weiterhin ein zuverlässiger Partner für Reiseveranstalter, Flughäfen und vor allem Kunden zu sein“, sagt Geschäftsführer und Gründer Marcos Rossello, der nach der Übernahme der Schauinsland-Anteile an Sundair im Oktober alleiniger Inhaber der Fuglinie ist.

Dabei sei man auch in Corona-Zeiten auf einem guten Weg: Laut Sundair hat das Amtsgericht Stralsund am Donnerstag eben jene Eigenverwaltung für das eröffnete Schutzschirmverfahren bestätigt.

„Die Entscheidung des Gerichts ist ein wichtiger Vertrauensbeweis in die Geschäftsführung und deren Sanierungskurs“, sagt Restrukturierungsexperte Thomas Mulansky, der das Unternehmen bei der Sanierung begleitet. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter würden ab sofort wieder von der Sundair GmbH bezahlt – zuvor waren diese über die Bundesagentur für Arbeit gesichert. Mit Gläubigern führe man konstruktive Gespräche über einen Sanierungsplan, der in Kürze vorgelegt werden soll.

Der Airport

Seit September 2017 hat Sundair eine Airbus-Maschine am Kassel Airport stationiert. Auch von dort werden die typischen Sundair-Ziele wie Mallorca angeflogen. Corona hat auch hier den Sundair-Flugbetrieb zwischenzeitlich zum Erliegen gebracht, von Flughafenseite wurde mehrfach betont, dass man jederzeit für eine Wiederaufnahme bereit sei, sobald dies die Pandemie zulasse.

Und auch, wenn Sundair im Schutzschirmverfahren den eigenen Flugzeugbestand umbaut, soll der Kassel Airport davon nicht betroffen sein. Laut Geschäftsführer Rossello sei man dabei, „drei neue A319 einzuflotten“ und sich von zwei A320 und zwei A319 zu trennen. Somit bestehe die Flotte künftig aus sechs Flugzeugen – bisher waren es sieben, bestätigte eine Sprecherin am Freitag der HNA und ergänzte: „Die Neugestaltung der Sundair-Flotte hat keine Auswirkungen auf den Flughafen Kassel/Calden.“ (Matthias Müller)

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