Bei Verspätung auf dem Rückflug nach Calden

Kassel Airport: Regierungspräsidium muss jede Nachtlandung extra genehmigen

Calden. Eine Passagiermaschine, die nach Mitternacht am Kassel Airport landet, benötigt eine Ausnahmegenehmigung. Das war am Wochenende nötig, als der Sundair-Airbus zu spät aus Ägypten zurückkehrte.

Die Erlaubnis erteilt das Regierungspräsidium Kassel (RP) als Landesluftfahrtbehörde. Keine Passagiermaschine darf einfach so nachts in Calden landen, erklärt der Verkehrsleiter des Flughafens, Dr. Joachim Ebert auf Nachfrage der HNA.

In der Nacht zum Sonntag ist der in Calden stationierte Sundair-Airbus erst gegen 1.30 Uhr aus Hurghada zurückgekommen. An dem ägyptischen Flughafen war laut Ebert eine Gepäckförderanlage defekt, was zu erheblichen Verspätungen führte. Damit die Maschine, die planmäßig um 23.40 Uhr in Calden gelandet wäre, nicht auf einen anderen Flughafen ausweichen musste, beantragte Sundair eine Außenlandegenehmigung.

Dafür hat bei der Behörde ein Mitarbeiter Bereitschaft, sagt RP-Sprecher Harald Merz. Er prüfe den Einzelfall und versage gegebenenfalls die Erlaubnis: „Das wird restriktiv gehandhabt, denn die Nachtflugregelung soll nicht ausgeweitet werden.“ Regulär sind pro Nacht nur vier Starts und Landungen von 22 bis 6 Uhr gestattet. Zwischen 0 und 5 Uhr dürfen sogar nur zeitkritische Frachtflüge stattfinden. Laut Verkehrsleiter Ebert werden Ausnahmen nur für den in Calden stationierten Sundair-Airbus gemacht, „sodass der laufende Flugplan eingehalten werden kann.“

Rubriklistenbild: © Janz

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