Firma TVS zeigte Fahrzeuge 

Kiesbruch Calden: Rallye-Truck war der Hingucker

Calden. Wer im Forst, der Landwirtschaft oder im Bauwesen arbeitet, braucht geländegängige Lastkraftwagen.

Genau solche konnten Unternehmer und ihre Fahrer nun bei einer Veranstaltung im Caldener Steinbruch testen. Dazu hatte die Truck Vertriebs- und Service GmbH (TVS) Kunden am Samstag in die Mitte Deutschlands geladen. Neben Fahrten mit den tonnenschweren Brummis konnte als Attraktion eine rasante Tour mit einem Rallye-Truck genossen werden.

Fuhrpark zum Ausprobieren

Einen kleinen Fuhrpark mit Sattelzugmaschinen und Fahrgestellen des niederländischen Herstellers Daf sowie der tschechischen Firma Tatra fanden die Besucher mitten zwischen hohen Kiesbergen vor. „Das sind optimale Alltagsbedingungen, die uns die Firma Melato-Wegener hier bietet – da auch das Wetter mitspielt, sind wir sehr zufrieden“, sagte Karsten Menke von der TVS-Geschäftsleitung. Grundsätzlich wollten sie ihren Kunden nicht nur die Gelegenheit bieten, die Fahrzeuge zu testen, sondern sie wollten auch etwas gegen das schlechte Image der Lkw tun. Da viele der Gäste Familie, Freunde und Bekannte mitgebracht hatten – eben Menschen, die wenig Berührung mit Lastern haben, dürfte dieses Anliegen gefruchtet haben, denn die meisten zeigten sich angetan von den PS-Giganten.

„Schon toll, was für eine Ausstattung so ein Lkw hat – vom Kühlschrank bis zur Mikrowelle und Federkernmatratze ist alles dabei“, staunte eine Besucherin. Oder: „Diesen Tatra-Allrad-Lkw könnte ich noch stundenlang fahren – einfach klasse, wie gut man damit über die Anhöhen kommt“, sagte Joachim Lange, Inhaber eines Fuhrunternehmens in Brandenburg.

Testfahrten lockten viele Besucher an

Während viele der Besucher aus dem Münsterland oder Osnabrücker-Raum kamen, waren auch einige aus dem Kreisteil Hofgeismar dabei. So etwa Lohnunternehmer Heribert Glaßl, der sich für einen Tatra-Sattelzug interessierte. Gute, verlässliche Fahrzeuge seien in seiner Branche ein Muss – Holzstämme, -schnitzel oder Gülle müssten sie oft unter schweren Bedingungen transportieren. Da diese Art Fahrzeuge ja nicht ganz billig sei – sie liegen zwischen 80.000 und 100.000 Euro in der Regel – habe er gern die Chance genutzt, diese auszuprobieren.

Neben all dem Geschäftlichen, kam das Vergnügliche dennoch nicht zu kurz: Einen riesigen Ansturm gab es auf den Rallye-Truck von Venda Svoboda. Der Tscheche heizte mit seinem 930 PS- Monster durch das 60 Hektar große Areal. „Erst denkt man noch, dass schönes Wetter sei, doch dann färbt sich der Himmel schwarz“, scherzte Oliver Preising aus Diemelstadt und meinte damit die extreme Abgaswolke des Gefährts. Mit groben Reifen wuchtete sich Svoboda mit seinem Truck Anhöhen hoch, ließ dann im Abwärtsgang Achterbahn-Feeling aufkommen – oder brachte so manch einen zum Schweißausbruch in gewagten Kurven. „Das ist besser als jede Karussellfahrt der Welt – das sollte jeder Mal erlebt haben“, schwärmte da der zehnjährige Leon, der mit seiner Familie aus Heiligenstadt angereist war.

Rubriklistenbild: © Temme

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