Kommentar zur Beteiligung Caldens am Flughafen: Von der Bürde befreien

HNA-Redakteur Gerd Henke

Calden hält sechs Prozent der Gesellschafteranteile am Flughafen Kassel-Calden. Das ist für die 7500-Einwohner-Kommune viel zu viel, meint Gerd Henke.

Seit Eröffnung des Flughafens sind 20 Monate vergangen. Doch erst jetzt liegen Zahlen auf dem Tisch, die zeigen, wie teuer die Gemeinde Calden ihr Engagement an KSF erkaufen muss. Fast eine halbe Million Euro muss sie im Jahr allein für Zins und Abschreibung aufbringen. Dazu kommen rund 800 000 Euro, die als Verlustzuweisung und Gemeinwohlkosten fällig werden. Für eine Gemeinde mit einem Gesamtetat von 13 Millionen ist das auf Dauer nicht zu leisten. Schon jetzt ächzt sie unter der finanziellen Last und wird über kurz oder lang darunter kollabieren. Das Schuldenkonto weist schon jetzt 19 Millionen aus, mehr als 2500 Euro pro Kopf.

Da gibt es nur eine Lösung: Die Gemeinde muss von der Bürde befreit werden, soll sie finanziell wieder auf die Beine kommen. Wo weit und breit keine privaten Interessenten zu finden sind, ist der Mehrheitsgesellschafter in der Pflicht. Das Land wird Caldener Anteile übernehmen müssen. Der Gemeinde sollte es reichen, wenn sie mit einem Prozent noch ein Mitsprachrecht behält.

Kontakt zum Autor: geh@hna.de

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