Kommentar zum Flughafen: Zu teuer für die Gemeinde Calden

HNA-Redakteur Gerd Henke

Wie alle anderen Gesellschafter muss auch die Gemeinde Calden für die Verluste des Flughafens geradestehen. Hinzu kommen Belastungen aus den Zinszahlungen für den Investitionsanteil von 7 Millionen Euro. Das wird auf Dauer zu viel für Calden. Ein Kommentar von unserem Redakteur Gerd Henke.

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Flughafen bringt neben Verlusten weitere Kosten für die Gemeinde Calden

So deutlich hatte man es aus Calden bislang noch nicht gehört: Die Gemeinde wird auf Dauer ihren sechsprozentigen Anteil an der Flughafengesellschaft nicht halten können. Beim HNA-Lesertreff zur Bürgermeisterwahl hielten weder der Amtsinhaber noch seine beiden Herausforderer mit ihrer Meinung hinter dem Berg. Alle drei wollen sich künftig für eine Reduzierung der gemeindlichen Anteile am Flughafen und damit für eine geringere finanzielle Belastung einsetzen.

Doch wer soll die Caldener Anteile übernehmen? Private Investoren werden sich nicht finden lassen, denn mit dem Teileigentum an diesem Flughafen wird sich niemals Gewinn machen lassen. Bleiben die anderen drei Gesellschafter. Aber auch für Stadt und Landkreis Kassel verbietet es sich, das verlustträchtige Flughafen-Engagement noch zu erweitern. Schließlich stehen beide unter dem Schutzschirm, dem Ort, wo sich Finanzabenteuer per se verbieten.

Als Retter für die Caldener Finanzen wird also das Land als größter Anteilseigner auftreten müssen. Und das besser früher als später.

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