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Kommentar zur Zeltstadt in Calden: Behörden im Blindflug

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Von: Göran Gehlen

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Calden. Am Samstag werden die ersten Flüchtlinge auf dem alten Flugplatz in Calden erwartet. Mit anpacken und das Beste daraus machen, findet HNA-Redakteur Göran Gehlen.

Flüchtlinge sind in Nordhessen willkommen. Das zeigen viele ehrenamtliche Helfer, die sich in den vergangenen Monaten darum gekümmert haben, die Gäste zu versorgen und zu integrieren. Ihnen ist es zu verdanken, dass Ängste in der Bevölkerung abgebaut wurden. Auch die besonnene Strategie, Flüchtlinge zu verteilen, statt sie alle an einem Fleck gemeinsam unterzubringen, hat dazu beigetragen.

Damit ist nun Schluss: Die Not führt zu einer Situation, die alle vermeiden wollten: In Calden werden 1000 Menschen in Zelten leben müssen. Das wird Ängste schüren – auf beiden Seiten. Beunruhigend ist auch, wie planlos die Behörden bisher wirken: Wie viel und welche Helfer werden benötigt? Wie können Freiwillige und Spender helfen? Was passiert, wenn der Winter kommt? Darauf gab es keine konkreten Antworten. Das Land Hessen wurde offenbar von der Zahl der Flüchtlinge eiskalt erwischt und befindet sich im Blindflug.

Klagen hilft aber nicht: Die Situation ist nun da und alle müssen mitanpacken, das Beste daraus zu machen.

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