23.000 Besucher in Calden

Kritik an hohen Preisen beim Gartenfest am Schloss Wilhelmsthal

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Erstmals waren Stände auch entlang der Zufahrt vor dem Schloss aufgebaut.

Calden. 23.000 Besucher haben das viertägige Gartenfest Kassel mit 180 Ausstellern im Schlosspark Calden-Wilhelmsthal besucht. Erneute Kritik gab es an zu hohen Preisen. 

Fast 23.000 Besucher, davon allein 10.000 am Himmelfahrtstag, haben das viertägige Gartenfest Kassel im Schlosspark Calden-Wilhelmsthal besucht. Damit war es mindestens so erfolgreich wie im Jahr zuvor. Es habe die Erwartungen der Kunden ebenso wie die der 180 Aussteller voll erfüllt, sagte Veranstalter Christian Rode (Kassel).

Die große Hitze am Samstag und Sonntag habe wohl einige Besucher vom Besuch abgehalten, sonst hätte es einen neuen Rekord gegeben. Besonders positiv wurde die Erweiterung der Ausstellungsfläche um das Gelände entlang der Hauptzufahrt aufgenommen. Eine weitere Erhöhung der Ausstellerzahl, wenn die derzeitige Baustellenfläche an der Grotte wieder bereitsteht, ist aber unwahrscheinlich. Dafür gab es erneut Kritik an teilweise zu hohen Preisen.

Viele Besucher beim Gartenfest im Schlosspark Wilhelmsthal kamen beim Schlendern ins Träumen, denn einige besonders exquisite Stücke waren nichts mehr für den normalen Geldbeutel. Aber, wie ein Aussteller bestätigte, es zeige, was möglich ist und werde dann vielleicht eine Nummer kleiner doch irgendwann umgesetzt.

Hochwertige und nachhaltige Gartenmöbel aus Metall und Holz (Plastik ist out) standen ebenso im Blickpunkt wie Gartenteiche, Miniaturbrunnen, Bio-Gemüse und Kräuter für den eigenen Anbau (ein Händler hatte allein 27 verschiedene Chilisorten bis Schärfe 10 im Angebot). Immer mehr Menschen pflanzen sich Tomaten, Kräuter oder Physalispflanzen sogar auf kleine Balkons, um schnell etwas zum Naschen zur Hand zu haben. Tausende von Pflanzen und zahllose Dekostücke bis hin zu jungen Koi-Fischen boten auch etwas für den kleineren Geldbeutel. Im Trend ist auch Urban Gardening, also dass Nischen in Städten mit Grünem bestückt werden.

Gartenfest rund um das Schloss Wilhelmsthal

Gelobt wurde die ausführliche Beratung durch die Händler. Teilweise auf Kritik bei Besuchern stießen die Warteschlangen vor den Toiletten und Gastronomieständen sowie die teilweise hohen Preise etwa bei den Imbissständen. Veranstalter Christian Rode verwies darauf, dass die Gastronomen ihre Preise selbst kalkulierten und der Aufwand für Transport und Kühlkette im Park größer sei als etwa in einem Betrieb in der Stadt. Außerdem habe es auch Bratwürste für 2,50 Euro gegeben und grundsätzlich bestehe für jeden die Möglichkeit, sich mit einer Decke zum Picknick in dem weitläufigen Gelände niederzulassen und dafür Speisen und Getränke mitzubringen.

Mit 180 Ausstellern hält Veranstalter Rode die optimale Größe des Gartenfestes für erreicht. Selbst wenn künftig jetzt gesperrte Flächen wieder dazukommen, werde man die Zahl kaum erhöhen, weil die Besucher sonst nicht mehr alles aufnehmen könnten.

Übrigens wurde an der neuen Luxus-Bar im Schlosshof sogar der berühmte Champagner Dom Pérignon angeboten, für 500 Euro pro Flasche. Und eine davon wurde sogar verkauft.

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