Kultursommer Nordhessen mit Picknick

Genuss für Augen und Gaumen: 450 Besucher im Schlosspark Wilhelmsthal

Drache Orlando von der Künstlergruppe Pantao stattete den Gästen beim Picknicken im Park einen Besuch ab. Begleitet wurde der goldene Riese von einem Faun, der manchmal sogar etwas Akrobatik zum Besten gab.
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Drache Orlando von der Künstlergruppe Pantao stattete den Gästen beim Picknicken im Park einen Besuch ab. Begleitet wurde der goldene Riese von einem Faun, der manchmal sogar etwas Akrobatik zum Besten gab.

Das Coronavirus stellt vieles auf den Kopf. So auch die traditionelle Eröffnungsveranstaltung des Kultursommer Nordhessen, die am gestrigen Sonntag in neuer Form stattfand.

Wilhelmsthal - War bisher der gesamte Park von Schloss Wilhelmsthal in Calden bespielt worden, durften sich die Gäste diesmal nur in bestimmten Bereichen aufhalten. Wer das Picknick im Park kennt, weiß, das gewöhnlich ein Großteil der Anlage einbezogen wird. Aus vielen Ecken im Grünen ertönt da Musik, Artisten sorgen für staunende Gesichter und kunstvolle Gestalten verbreiten für gute Laune. Flanieren gehörte bislang zum Konzept, das nun wesentlich statischer war. Nachdem das Event im vergangenen Jahr komplett ausgefallen war, wollte man jetzt auf Nummer sicher gehen, wählte deshalb den Hochsommer und nicht wie üblich Pfingsten für das Ereignis im Park.

Schlemmen im Freien: Frisches Obst und Salate, knusprige Baguettes und Käse, eben alles was zu einem guten Picknick gehört hatten Kerstin (von links) und Florian Wolf, Christina Trzeja, Carsten Rüddenklau, Daniela Rösler und Lutz Höhlein dabei.

Und da das Schlemmen dabei stets dazugehört, machten die Veranstalter sich einige Gedanken, wie sie die Picknickgruppen auf der Wiese vorm Schloss coronakonform platzieren könnten: „Nach Blüten, Rindenmulch und Kreide sind wir schließlich bei den Regenschirmen geblieben“, erklärte Maren Matthes, Geschäftsführerin des Kultursommers und spielt damit auf eine Vielzahl bunter Schirme an, die die Wiese vor dem Schloss zierten. Diese waren Platzhalter für die Besuchergruppen und mussten im Vorfeld gebucht werden.

Um die Anzahl der Gäste in Schach zu halten, entschied sich Matthes für zwei jeweils dreistündige Durchgänge des Programms. Während die Mittagsgruppe knapp 200 Besucher zählte, waren es bei der nachmittäglichen Auflage 50 Personen mehr. Das war die maximal erlaubte Anzahl. „Eigentlich hätten wir 600 Menschen zeitgleich einlassen dürfen, doch davon haben wir abgesehen“, erklärte er/sie. Wie auch bei den anderen Veranstaltungen des Kultursommers mussten die Gäste eine Maske tragen, bis sie ihren Platz erreicht hatten. „Da wir hier sowieso nicht viel herumlaufen, ist das eigentlich kein Problem“, kommentierte Lutz Schneider diese Vorgabe. Er freue sich, dass sie endlich mal wieder etwas Kultur genießen könnten, weshalb er dieses gerne in Kauf nehme.

Das Duo Liv&Tobi präsentierte dem Publikum eine Trapezshow.

Während anfangs vor allem die Kulinarik im Mittelpunkt stand, man aus dem Hintergrund mit dezenter Gitarrenmusik verwöhnt wurde oder von Drache Orlando besucht wurde, wurde in den letzten 60 Minuten ein pralles Bühnenprogramm geboten. Da konnte man Chansonnette Doris Friedmann erleben, wie sie zu Akkordeonmusik Lieder in kunstvoller, aber auch lustig-schräger Art zum Besten gab. Allemal sehenswert auch das Duo Liv&Tobi, die Figuren am Trapez zeigten – oder auch die Funky Monkeys, die gut am chinesischen Masten Akrobatik präsentierten und zwischendurch temperamentvoll tanzten. Schön anzusehen war auch die Jonglage von Spot the Drop, die beispielsweise Klappstühle durch die Lüfte fliegen ließen. Kultursommerlegende Skotty, der trompetende Eismann durfte natürlich nicht fehlen: Mit Ohrwurmmusik zum Mitsummen verwöhnte dieser das Publikum.

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