Jahn Calden stellt Förderantrag

Kunstrasenplatz für Calden geplant

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Eckstoß auf Kunstrasen: So ähnlich könnte der Sportplatz in Meimbressen bald aussehen.

Bürgermeister Maik Mackewitz und alle drei Fraktionen der Gemeindevertretung Calden sind sich einig: In der Gemeinde soll in naher Zukunft ein Kunstrasenplatz entstehen.

Im Vorfeld der mit rund 25 Gästen außergewöhnlich gut besuchten Sitzung spielte die Gemeindeverwaltung verschiedene Szenarien durch und kam letztendlich zu dem Schluss, dass die einzige finanziell tragbare Möglichkeit ein Umbau des Sportplatzes Meimbressen sei. Der Beschluss zur Umsetzung wurde nach längerer Diskussion und einer Änderung von allen Fraktionen mitgetragen.

Die Finanzierung des Umbaus soll auf mehreren Säulen stehen. Insgesamt werden für das Projekt Kosten von rund einer Million Euro veranschlagt. Die Summe basiert auf einer Schätzung des vom Bürgermeister beauftragten unabhängigen Sachverständigen Detlef Schmidt. Dieser referierte in der Sitzung über die technischen Details und beantwortete Fragen der Gemeindevertreter. Kritische Nachfragen zu Umweltaspekten stellte insbesondere Irmgard Croll von der FWG-Fraktion, die auf Gefahren durch Mikroplastik hinwies.

Verkauf von Baugrundstücken soll Kosten zur Hälfte decken

Haupteinnahmequelle zur Deckung der Kosten wird der Verkauf von Baugrundstücken sein, abgewickelt und vorfinanziert von der Hessischen Landesgesellschaft. Hier kalkuliert die Gemeinde mit Erlösen von 400.000 bis 500.000 Euro. Dort wo die Bauplätze entstehen sollen, befindet sich derzeit noch der Trainingsplatz des TSV (B-Platz), der aber laut Bürgermeister wegen seines schlechten Zustandes von den Vereinen „nicht besonders geliebt wird.“ Der TSV soll nach derzeitigem Stand als Hauptnutzer Eigenmittel von 100.000 Euro sowie Eigenleistungen im Wert von 50.000 Euro erbringen.

Zudem sollen unter anderem bei der Sportförderung des Landkreises Kassel vom Verein Mittel beantragt werden. Hier werden maximal 10 Prozent der Gesamtkosten übernommen. Allerdings: Die Frist für die Antragsstellung sollte bereits in wenigen Tagen enden. Das sorgte bei allen Fraktionen der Gemeindevertretung für Unmut. Sie waren sich einig, dass sie über das Thema gern früher informiert worden wären. Zusätzlich sollen Fördermittel des Landes und des Landessportbundes zur Kostendeckung beitragen. Die Gemeinde kalkuliert mit insgesamt 200.000 bis 300.000 Euro.

Gemeinde beteiligt sich mit maximal 200.000 Euro aus dem Haushalt

Auf Antrag von Irmgard Croll (FWG) und Iris Wetzel (SPD) wurde eine Aufstellung der jeweiligen Anteile der Finanzierung als auch eine Deckelung des Eigenanteils der Gemeinde von 200 000 Euro in den Beschluss aufgenommen. Je nach Höhe der Förderung und der Erlöse aus den Grundstücksverkäufen, stellt die Gemeinde bis zu diesem Betrag Haushaltsmittel für den Bau zur Verfügung.

Für Jahn Calden sprach der Spartenleiter Fußball, Oliver Utsch, der ebenfalls die Wichtigkeit eines neuen Kunstrasenplatzes betonte. Er verwies insbesondere auf die konstanten Trainingsbedingungen und eine höhere Frequentierung, von der alle Caldener Vereine profitieren würden.

Förderantrag eingereicht

Auf Nachfrage unserer Zeitung berichtete Mackewitz, dass der Verein den Förderantrag fristgerecht eingereicht habe. Welchen Platz dieser im Dringlichkeits-Ranking des Landkreises einnehmen wird, entscheidet der Sportbeirat, der laut Landkreis-Pressesprecher Harald Kühlborn in Kürze tagt. Sollten die Förderungen bewilligt werden, könnte der Platz schon im kommenden Jahr für den Spielbetrieb zur Verfügung stehen.

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