Einrichtung fortan im Standby-Betrieb

Land räumt Erstaufnahme für Flüchtlinge in Calden

Calden. Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem alten Flugplatz in Calden wird bis Ende des Jahres geräumt. Das hessische Sozialministerium gab am Montag bekannt, dass der Standort zukünftig als passiv gilt.

- Aktualisiert um 16.50 Uhr - 

Calden soll somit als Standby-Einrichtung erhalten und für den Notfall vorgehalten bleiben. Sollte die Zahl der Flüchtlinge wieder deutlich steigen, könne der Standort innerhalb von zwei bis drei Tagen erneut in Betrieb genommen werden, heißt es aus dem Ministerium. 

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, sagte am Montag anlässlich der weiteren Anpassungen am Standortkonzept zur Unterbringung von Flüchtlingen: „Die Situation ist derzeit so, dass wir unsere Unterbringungskapazitäten vor dem Hintergrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen weiter reduzieren und damit Kapazitäten maßvoll anpassen.“ 

Laut Ministerium sind in der Caldener Einrichtung, die eine Außenstelle Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist, derzeit noch 185 Menschen untergebracht. „Da die Asylbewerber bis Ende diesen Jahres Kommunen zugewiesen werden, wird eine Verlegung an andere Außenstellen voraussichtlich nicht notwendig sein“, stellte der stellvertretende Ministeriumssprecher Markus Büttner auf HNA-Anfrage klar. 

Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz nimmt die Nachricht unaufgeregt entgegen. „Die Einrichtung war zuletzt keine nennenswerte Belastung für die Gemeinde mehr“, sagte er. Die Situation habe sich schon länger stabilisiert. Zeitweise waren dort über 1800 Flüchtlinge untergebracht. 

Insgesamt gibt es in Hessen dann noch Erstaufnahmen an acht Standort und einer Außenstelle in Frankfurt mit Platz für 9440 Menschen. Die Kapazität der vorgehaltenen Standby-Unterkünfte liegt noch 2340 Plätzen.

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Rubriklistenbild: © Gehlen

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