Kommentar zur Caldener Flüchtlingsunterkunft: Bindet enorm viele Kräfte

Die Caldener Flüchtlingsunterkunft bindet viele Kräfte, allen voran Polizisten. Durch Alkohol verschärft sich die Situation zusätzlich. Ein Kommentar von Theresa Ziemann.

Es ist nicht schlimm, dass die Flüchtlinge, die im Erstaufnahmelager in Calden leben, Alkohol trinken. Dass sie es offenbar auch innerhalb der Unterkunft tun, ist auch keine Überraschung. Viele würden das Gleiche tun, wenn keine Beschäftigung wartet, der Alltag nicht geregelt ist und sie zusammen mit über 700 fremden Menschen in Zelthallen leben müssten.

Wenn es aber durch Alkohol immer wieder zuStreit und Schlägereien kommt, ist das ein Problem. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, herrscht eine angespannte Stimmung. Durch Alkohol verschärft sich dies.

Das Lager bindet sowieso schon enorm viele Kräfte. Allen voran die Polizisten, die wegen Auseinandersetzungen täglich ein- bis zweimal zu Einsätzen in die Unterkunft fahren und danach auch noch die Anzeigen bearbeiten müssen. Auf Dauer ist diese Belastung den Beamten nicht zuzumuten. Das Land hat in Calden einen Brennpunkt aufgebaut - jetzt muss es auch dafür sorgen, dass genug Personal da ist, um die Situation zu bewältigen.

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