Nach Polizeieinsatz: Lage in Calden hat sich beruhigt

Calden. Die Lage in Calden hat sich am Morgen nach der Trennung der streitenden Gruppen beruhigt. Mindestens ein Polizeiwagen und ein Rettungswagen blieben am Montagmittag vor Ort.

Die anderen Streifenwagen der Polizei haben das Areal verlassen.

Es stehen immer noch Flüchtlinge vor dem Gebäude und diskutieren untereinander und mit Journalisten. Sie können nicht verstehen, warum das Lager vor der Öffentlichkeit abgeschirmt wird.

Ein Flüchtling erzählt, dass es wiederholt Messerstechereien gab, die aber nicht an die Öffentlichkeit kamen. Es gebe meist Streit zwischen Albanern und Pakistani - vor allem bei der Essensausgabe, wo es darum gehe, wer zuerst Essen bekomme.

Aktualisiert um 13.10 Uhr.

Die Flüchtlinge in Calden fühlen sich zudem schlecht versorgt. Es gebe nur zehn Duschen für 1500 Personen, und davon seien meist nur sechs nutzbar und warmes Wasser knapp. Viele fürchten sich zu erkälten, wenn sie weiter kalt duschen. Die medizinische Versorgung sei schleppend und die Aufnahme in das Computersystem sei lückenhaft, sodass viele immer wieder zwei weitere Wochen warten müssten auf die nächste Untersuchung, um irgendwann das Lager verlassen zu können. "Deutschland ist so ein entwickeltes Land, aber hier läuft es schlecht. Manche möchten lieber ihre Pässe zurück und heimkehren als hierbleiben", erzählt ein vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohener junger Mann.

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Polizeieinsatz im Zeltlager Calden

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Rubriklistenbild: © Thiele

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