Das Gesprächsthema im Ort

Nach Tötungsdelikt in Calden: Einwohner sind schockiert

An diesem Weg zwischen Fürstenwald und Ehrsten entdeckte die Polizei das Auto mit der Leiche. Foto: Ziemann

Fürstenwald/Ehrsten. Die Reifenspuren eines Fahrzeugs sind einen Tag nach der Tat noch gut zu sehen. Kleine schwarze Röhrchen aus Metall stecken den Tatort ab.

Hier, auf einem Stück Feld zwischen den Caldener Ortsteilen Fürstenwald und Ehrsten, soll ein 25-Jähriger aus Calden einen 35-jährigen Mann aus Kassel erschossen haben. Dieser soll dann in seinem Auto gestorben sein.

In Fürstenwald hat sich die Nachricht von der Tat am Donnerstagvormittag herumgesprochen. Die Einwohner sind verunsichert, schockiert und wollen wissen, was genau passiert ist. „Ich habe am Mittwochabend Sirenen gehört“, sagt eine Spaziergängerin, die den Feldweg, an dem das Opfer in seinem Auto gefunden wurde, gerade entlanggelaufen ist. „Ich dachte sofort an einen Unfall und nicht an so etwas schlimmes wie Mord.“ Die Reifenspuren im Gras hatte sie auf ihrem Spaziergang nicht bemerkt.

Heinrich Freutel aus Meimbressen fährt mit seinem Auto den Feldweg entlang, der am Tatort vorbeiführt. Als er die Medienvertreter sieht, hält er an. „Ich habe hier am Mittwoch mehrere Autos mit Blaulicht gesehen und alles war abgesperrt“, sagt er. „Da hab ich mir gedacht, dass der Grund bestimmt kein Unfall war.“

Zuletzt aktualisiert um 18 Uhr. 

Im Ort geht derweil alles seinen gewohnten Gang. Nur wenige Menschen sind auf der Straße: Ein Getränkelieferant räumt Ware aus, ein Mann geht mit seinem Hund spazieren. Kunden gehen in die Bäckerei und kaufen Brot, Brötchen und Kuchen. Einige von ihnen haben schon von dem Tötungsdelikt gehört, wissen aber nichts Genaues. „Ich habe Sirenen gehört, mir aber nichts weiter dabei gedacht“, sagt eine Kundin. „Heute morgen erfuhr ich dann, dass wohl etwas Schlimmes passiert war. Es ist schon komisch, seinen Wohnort in Zusammenhang mit einem Mord in den Medien zu hören.“

In der Bäckerei ist der Vorfall nun Gesprächsstoff. „Ich bin selber Mutter von drei Kindern, da hat man dann natürlich est recht Angst“, sagt Angestellte Micky Homann aus Meimbressen. Ihre Kollegin Laura Langer wohnt in Calden. „Das ist wirklich beängstigend“, so die Auszubildende.

Eine weitere Kundin sagt, sie habe eine Gänsehaut, wenn sie daran denke, dass jemand in ihrer Nähe umgebracht wurde.

Auch in Ehrsten machte die Tat erst am Donnerstag die Runde: „Ich habe es heute Morgen erfahren“, sagt Ortsvorsteher Axel Träger. Fürstenwalds Ortsvorsteher Jörg Ross war am Donnerstag nicht zu erreichen.

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Tatort des Leichenfunds in Calden

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