Am Ende alles gut

Nach vier Jahren Bauzeit: Erweiterung für Feuerwehr in Calden eingeweiht

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Ausstattung zentral gelagert: Im Erweiterungsbau gibt es eine Kleiderkammer. Der stellvertretende Wehrführer Frank Lindner zeigt Gisela Dittrich den Aufbau der dreilagigen Feuerwehrjacke. 

Ende gut, alles gut: Auch wenn während der vierjährigen Bauzeit am Caldener Feuerwehrhaus nicht alles glatt lief, so gibt es dort inzwischen nur noch strahlende Gesichter.

Zumindest zeigte man sich am Wochenende gut gelaunt, wurde doch zwei Tage lang die Erweiterung des Feuerwehr-Stützpunktes gefeiert.

Rund zwei Millionen Euro hat sich die Gemeinde den Anbau kosten lassen, in dem auf 600 Quadratmetern eine Damenumkleidekabine, Unterrichtsräume sowie eine Fahrzeugwaschhalle eingerichtet wurden. „Auch die Kleiderkammer und einen Schlauchmanagementbereich haben wir hier für unsere Großgemeinde untergebracht“, sagt Wehrführer Thomas Stern. 

Ausstattung zentral gelagert

Dort werden also die Kleidung für die Einsatzabteilungen gelagert sowie sämtliche Schläuche gewartet und gereinigt. Außerdem wird an der Flugplatzstraße der Atemschutz aller Ortsteilwehren koordiniert. Stolz ist man nun auch darauf, Lehrgangsort zu sein. So sollen etwa Seminare der Landesfeuerwehrschule im Stützpunkt abgehalten werden. Mehr Platz gibt es nun auch auf dem Grundstück, wo Parkplätze, Übungshof und eine Umfahrung entstanden sind.

Während der Bauphase hatten es die Feuerwehrleute nicht immer leicht: So mussten etwa die Fahrzeuge öfter umgeparkt werden, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Und zeitweilig war die Wehr sogar gezwungen, ihren Standort ins einstige Flüchtlingscamp zu verlegen.

2000 Stunden Eigenleistung haben die Brandschützer erbracht. Außerdem habe es vom Feuerwehrverein eine Finanzspritze von 24 000 Euro gegeben, wie es bei der Feierstunde am Samstagabend hieß.

"Es war kein richtiger Segen in dem Bau"

Dort hielt auch Bürgermeister Maik Mackewitz eine Rede, in der er auf die lange Bauzeit zurückblickte: „Es war kein richtiger Segen in dem Bau“, brachte er es auf den Punkt. Er führte unvorhergesehene Mehrkosten, die nicht geplante Stufe zwischen Alt- und Neubau sowie den Baustopp 2015 an. Und Mackewitz dichtete: „Die Cällischen waren schon immer besonders schlau, bauen im Sumpfgebiet ´nen Feuerwehrbau“. Damit spielte er auf die Drainage an, die nachgerüstet werden musste.

Einblicke in das neue Haus sowie die Feuerwehrarbeit gab es am Sonntag: Neben Besichtigungen der Räume konnte man einen Blick ins mobile Büro, den Einsatzleitwagen werfen. Die Besucher erlebten, wie die Schläuche gereinigt werden, konnten einen Spreizer testen oder einen Wasserstrahl über 100 Meter steuern.

Gut kam auch Deutschlands größte Hüpfburg an, die die Wehr für dieses Ereignis gebucht hatte. Ergänzt wurde das Programm mit einer Vorführung der Jugendfeuerwehr sowie Informationsständen wie etwa von Christoph 7, dem Brandschutz des Landkreises und den Johannitern.

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