Ersatzbau für das Freibad

Neue Freizeiteinrichtung in Grebenstein wird konkreter: Naturbad ist Favorit

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Das nächste Naturerlebnisbad im Landkreis liegt in der Gemeinde Niestetal. Auch hier waren finanzielle Gründe ausschlaggebend für die Einrichtung.

Die Stadt Grebenstein wird wohl als erste Kommune im Kreisteil Hofgeismar ein Naturbad errichten. Die Weichen dafür sollen in drei Sitzungen in den nächsten Tagen gestellt werden.

Die Schwimmbadkommission habe sich, vor allem aus Kostengründen, für diese Lösung ausgesprochen, sagte Grebensteins Bürgermeister Danny Suor auf Anfrage unserer Zeitung. Vor gut zwei Jahren war bei einer Untersuchung festgestellt worden, dass die Stützen für das Schwimmerbecken marode und nicht mehr sanierungsfähig sind.

Noch halten sie das Becken, das sich über den Umkleidekabinen und Technikräumen befindet. Doch spätestens seither ist klar, dass Grebenstein für sein Freibad einen Ersatzbau benötigt. Eine Kommission wurde ins Leben gerufen, und die sprach sich jetzt für den Bau eines Naturbades aus. Nicht mehr chemisch, sondern biologisch soll das Wasser gereinigt werden.

Kosten für Naturbad nur halb so hoch

Doch vor allem ist es wohl der finanzielle Aspekt, der den Ausschlag gab. Die Investitionskosten betragen bei einem konventionellen Freibad deutlich über sechs Millionen Euro, sagt Bürgermeister Danny Sutor. Bei einem Naturbad seien sie nur gut halb so hoch. Und der günstigere Baupreis schlage auf die Folgekosten durch: Auch für Finanzdienst und Abschreibung müsse man dann nur halb so viel ausgeben.

Die Betriebskosten selbst sind nach Sutors Einschätzung bei beiden Varianten gleich hoch. Für Betriebsmittel müssen bei einem Naturbad weniger ausgegeben werden, dafür sind die Personalkosten höher. Sutor: „Das nimmt sich nichts. Das jährliche Defizit wird bei 200.000 Euro bleiben.“

Danny Sutor, Bürgermeister in Grebenstein

Wie das neue Bad aussehen wird, ist noch offen. Zunächst sei der Planer gefragt. Um den Eintritt in diese Planungsphase geht es jetzt in Grebenstein. Die politische Entscheidung wird heute und am Mittwoch in den Fachausschüssen vorbereitet. Der Beschluss soll bei der Stadtverordnetensitzung am Montag, 28. Oktober, fallen.

Wann mit dem Ersatzbau begonnen wird, hängt von der Form der Ausschreibung ab. Fest steht aber, dass in der nächsten Saison das jetzige Freibad geöffnet bleibt.

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