Geplante Tagespflege fällt weg

Calden gibt grünes Licht für neues, aber kleineres Pflegeheim

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So wird das geplante Seniorenzentrum von der Flugplatzstraße aus aussehen.

Calden. Der Weg für ein weiteres Seniorenheim in Calden ist weitgehend frei. Die Gemeindevertreter haben den Bebauungsplan für das Gelände an der Flugplatzstraße angenommen.

Jetzt braucht die WI-Immogroup aus Hildesheim noch die Baugenehmigung. Dann kann es im kommenden Frühjahr losgehen.

Bis zum Herbst 2019 soll am Ortsrand von Calden, gleich gegenüber der Feuerwehr und nur einen Steinwurf von der Wohnanlage der Werkhilfe entfernt, ein dreigeschossiges Seniorenzentrum entstehen. Das wird allerdings nicht ganz so groß ausfallen, wie es ursprünglich geplant war.

Die angekündigte Tagespflege für Senioren fällt komplett weg, kündigte der Geschäftsführer der WI-Immogroup, Mark Uhmeier, vor der Gemeindevertretung an. Auch die stationäre Pflegeeinrichtung wird nur 64 statt der geplanten 80 Plätze haben. Und statt der 17 betreuten Seniorenwohnungen werden in dem Bau nur sechs Wohnungen entstehen.

Das macht sich deutlich an den Ausmaßen bemerkbar. Das Staffelgeschoss auf dem Dach weicht einem schlichten Flachdach. Und statt eines U-förmigen Baus mit drei Flügeln ist das Gebäude inzwischen nur noch als „L“ geplant mit dem kurzen Flügel an der Flugplatzstraße.

Dort, vor dem Eingang wird es 14 Parkplätze geben. Das Seniorenzentrum verfügt über ein Café und Bistro, wo Essen aus der Vollwertküche im Erdgeschoss serviert wird. Außerdem wird das Gebäude laut Architekt Carsten Herges einen „Demenzgarten“ haben – ruhig auf der Rückseite des Gebäudes, abseits des Verkehrs gelegen.

Die Scheune muss weg: Am Ortsausgang von Calden in Richtung Ehrsten, soll im kommenden Jahr ein neues Senioren- und Pflegeheim gebaut werden. Das Projekt der WI-Immogroup aus Hildesheim wird kleiner dimensioniert als ursprünglich geplant.

Als Investor baue man zwar grundsätzlich lieber größer, sagte Uhmeier. Schließlich sollen die betreuten Wohnungen verkauft werden. „Aber wir haben das Konzept in Absprache mit dem künftigen Betreiber dem Bedarf vor Ort angepasst“, erklärte der Investor die Verkleinerung. Man wolle das bestehende Angebot vor Ort ergänzen, nicht in Konkurrenz dazu treten.

Wie das Angebot genau aussieht, wird der künftige Betreiber Menetatis, der bereits Pflegeheime in Lich bei Gießen und in Dassel bei Göttingen betreibt, Anfang oder Mitte November öffentlich in Calden vorstellen, kündigte Uhmeier an.

Bei der Höhe der Investition wird sich die Verkleinerung im Übrigen nicht bemerkbar machen. Im Gegenteil: Statt ursprünglich zehn Millionen Euro soll der Bau nun etwa elf Mio. kosten. Das hängt auch damit zusammen, dass Betreiber Menetatis ein familiäres und qualitativ höherwertiges Konzept verfolge, sagte Uhmeier. Und Architekt Herges bekräftigte, dass die Zimmer auch steigende gesetzliche Anforderungen an Pflegeplätze noch einhalten werden.

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