Noch kein WLAN für Flüchtlinge in der Zeltstadt Calden

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Die Zeltstadt in Calden.

Calden. Seit August setzt sich die Organisation Freifunk Kassel für freies WLAN in der Caldener Erstaufnahme-Einrichtung ein. Bisher ist nichts aus dem Vorhaben geworden.

Grund sind offenbar Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Ziele der Aktivisten. Dabei geht es konkret um Aufwand und Umfang des Projekts und die Technik, die in der Zeltstadt installiert werden soll.

Aus dem Kreis der Freifunker heißt es, dass einige Mitglieder der Gruppe „an einem größeren Rad drehten“ und sich nicht damit zufriedengäben, in der Unterkunft einen oder zwei WLAN-Router zu installieren. Dadurch habe sich die Gruppe zersplittert. Unter anderem soll sich einer der Sprecher, Jörg Bertram, von dem Projekt zurückgezogen haben. „Wenn wir am ursprünglichen Plan festgehalten und die Technik so einfach wie möglich gehalten hätten, würde es jetzt WLAN in der Caldener Zeltstadt geben“, so ein ehemaliger Freifunker.

Einige Aktivisten haben aber demnach vor, in jedem Zelt und Container einen Router zu installieren und die Technik aufwendiger zu gestalten. Zudem werde mehr Geld für das Projekt gebraucht, als die ursprünglich benötigten 1500 Euro, die bereits durch Spenden eingenommen wurden.

Trotzdem sind einige der Aktivisten derzeit noch am Planen und wollen ihr Projekt durchziehen.

„Die umfangreichen Planungsarbeiten der Aktiven im Freifunk für dieses Großprojekt sind jetzt fast abgeschlossen“, sagt Freifunker Boris Behnke. „Die zweite Begehung des Geländes auf dem alten Flugplatzflugfeld hat deutlich gemacht, an welchen Punkten noch technische Einrichtungen anzubringen sind. Die Umsetzung vor Ort dürfte schon bald beginnen.“

Die schriftliche Zusage der durch den Regierungspräsidenten Walter Lübcke versprochenen 40 Euro für die Internetzugangskosten liege immer noch nicht vor, die Gespräche mit dem RP liefen. „Das Geld zahlt auf jeden Fall das RP“, sagt RP-Sprecher Michael Conrad. „Die Freifunker sollen uns einfach die Rechnung schicken.“ Aus Kreisen der Freifunker heißt es, dass die zugesagten 40 Euro durch die jetzt geplanten zusätzlichen Anschlüsse nicht mehr reichen und man mehr Geld durch Spenden einnehmen müsse.

Die Freifunker selbst können keine Spenden sammeln, da sie kein eingetragener Verein sind. Sie arbeiten deshalb mit dem Verein flipdot aus Kassel zusammen.

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