Kasseler Muslime brachten Essen für 1500 Personen

Opferfest-Spende für Caldener Flüchtlinge

Anstehen für gemeinsames Essen: Zum islamischen Opferfest, dem höchsten Fest der Moslems zeitgleich mit der Wallfahrt nach Mekka, verteilten Muslime aus Kassel Fleischportionen an die Flüchtlinge in Calden. Trotz großen Andrangs bekamen alle etwas ab, um den Gedanken der Hilfe für die Glaubensbrüder umzusetzen. Auch für Mitglieder anderer Konfessionen war die Aktion offen. Foto: Thiele

Calden. Solidarität mit den muslimischen Glaubensbrüdern im Flüchtlings-Erstaufnahmelager in Calden haben am Samstag die Mitglieder der Kasseler Mattenberg-Moschee demonstriert.

Gemeinsam mit einem Dutzend weiterer Moscheen aus Stadt und Umland spendierten sie anlässlich des islamischen Opferfestes den 1500 Menschen in der Zeltstadt am alten Caldener Flughafen jeweils eine Essenportion nach muslimischem Brauch.

„Wir zeigen den Flüchtlingen damit, dass auch wir ihnen helfen wollen“, erläuterte der stellvertretendeVorsitzendeder türkisch-islamischen Gemeinde am Mattenberg, Cihat Adiyaman, die Aktion. Das Opferfest ist das wichtigste Fest im Islam und wird zum Höhepunkt der Wallfahrt nach Mekka gefeiert. Die zugrunde liegende Geschichte wird sowohl im Koran wie im Alten Testament der Bibel erzählt. Beim Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht, der nach muslimischer Überlieferung die göttliche Probe bestanden hatte und bereit war, seinen Sohn Ismael (Isaak) zu opfern. Es ist weltweit für alle gläubigen Muslime Pflicht, ein Tier zu opfern und das Fleisch mit Armen und Bedürftigen zu teilen. In diesem Fall lieferte eine Firma 1500 Portionen Rindfleisch mit Fladenbrot, Salat und Reis.

Obwohl der Lieferwagen erst mit halbstündiger Verspätung eintraf und die schon am Tag zuvor über die Spendenaktion informierten Menschen unruhig wurden, verlief die Verteilung und die gemeinsame Mahlzeit in einer Flughafenhalle problemlos.

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