Ab Ende 2022 entlasten

Ortsumgehung Calden: Fünf Brücken der B7 fertig

Die Schiebereinrichtung im Bauwerk rechts soll einen automatisch geregelten Abfluss sicherstellen. Hier Vertreter von Hessenmobil, Landrat und Bürgermeister bei der Baubesichtigung.
+
Riesenloch: Etwa 70 Meter Durchmesser und ein Fassungsvermögen von 3000 Kubikmetern Wasser hat das neue Regenrückhaltebecken, das die Bäche vor Hochwasserwellen von den neu versiegelten Flächen der K 47 schützen soll. Die Schiebereinrichtung im Bauwerk rechts soll einen automatisch geregelten Abfluss sicherstellen. Hier Vertreter von Hessenmobil, Landrat und Bürgermeister bei der Baubesichtigung.

Bei der B 7 Ortsumgehung Calden ist das Schwierigste geschafft: Jetzt sind alle fünf Brückenneubauten im Zuge der Bundesstraße fertig.

Burguffeln/Calden - Die beiden größten Talbrücken, die Jungfernbachtalbrücke und die Caldetalbrücke, sind im Sommer fertig geworden. Die Bauabnahme ist kürzlich erfolgt. Da bisher alles im Zeitplan ist, scheint es sicher, dass ab Ende 2022 der belastende Durchgangsverkehr nicht mehr durch Caldens Ortskern fließen muss. Ende 2023 soll dann die gesamte Ortsumgehung fertig sein.

„Ich freue mich, dass die Bauarbeiten im Zeitplan liegen, und die Entlastung der Bürger von Calden und Burg-uffeln näher rückt“, sagte Landrat Uwe Schmidt, der sich gemeinsam mit den Bürgermeistern Maik Mackewitz (Calden) und Danny Sutor (Grebenstein) bei einem Ortstermin ein Bild vom Fortgang der Arbeiten machte. Die Bauarbeiten für die fünf Brücken hatten im Juni 2016 nach jahrzehntelanger Planung und wiederholten Verzögerungen begonnen.

45 Millionen Euro für das Gesamtprojekt

Derzeit erfolgt der Bau der sechsten Brücke, die Teil der Anbindung der B 83 an die neue Kreisstraße 47 von Calden nach Burguffeln ist. Nach Angaben von Dezernent Volker Löber vom Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil werden die Kosten für das Gesamtprojekt auf etwa 45 Millionen Euro geschätzt, von denen der Landkreis 11,6 Millionen Euro für die Verlegung der Kreisstraße 47 übernimmt.

Volker Löber

Die alte B83-Brücke über einen Wirtschaftsweg wurde im Juli abgebrochen. Von der neuen, deutlich größeren Brücke sind bereits das südliche Widerlager und ein Pfeiler betoniert, das nördliche Widerlager und der zweite Pfeiler folgen in der zweiten Oktoberhälfte, der Fahrbahnüberbau bis Jahresende. Im Frühjahr soll möglichst lückenlos der eigentliche Streckenbau für B7 und K47 beginnen, die europaweite Ausschreibung läuft.

Ab Ende 2022 wird der B7-Verkehr dann über den nördlichen Teil der Umgehung und die K47 zur B83 geleitet, damit der südliche Anschluss im Bereich der Brandkurven umgebaut werden kann. Danach ist die Ortsumgehung durchgehend befahrbar. (Thomas Thiele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.