Jahresausblick

Das passiert 2019 in Calden

+
Bald neu: Das Feuerwehrgerätehaus in Obermeiser, noch mit Sparkasse. 

2019 ist da - welche größeren Aufgaben stehen in den Kommunen im Kreisteil Hofgeismar in den nächsten zwölf Monaten an? Heute geht es um Calden.

Viel schöner hätte sich Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz den Jahresausklang für seine Gemeinde wohl kaum ausmalen können. Die Mitgesellschafter der Flughafen GmbH werden aller Voraussicht nach der Gemeinde eine schwere Bürde von den Schultern nehmen, der Anteil Caldens wird auf drei Prozent verringert. Das senkt die finanzielle Last, nachdem es wegen der Beteiligung am Flughafen-Defizit in den vergangenen Jahren keine sichere Finanzplanung geben konnte. 2019 wird das anders. „Wir werden so früh wie möglich einen ausgeglichenen Haushalt wuppen“, sagt Mackewitz, „wir stehen jetzt auf festem Grund.“ Auch andere gute Nachrichten kamen erst zum Jahresende.

Schnelles Internet

Größtes Thema im neuen Jahr könnte für Calden eine zukunftsfähige Internetverbindung werden. Erst vor zwei Wochen waren die Pläne öffentlich bekannt geworden, Calden und seine Ortsteile ans Glasfasernetz anzuschließen. Das müssen die Caldener aber auch wollen. Ab 26. Januar haben sie die Möglichkeit, während der Bündelungsphase ihr Interesse am Glasfaseranschluss zu bekunden, mit dem Downloadraten bis zu 1000 MBit pro Sekunde sowie 500 MBit pro Sekunde beim Upload möglich sind. Sollte die 50-Prozent-Quote nicht erreicht werden, entscheidet der Anbieter, die Firma Deutsche Glasfaser, selbst, ob er baut oder nicht.

Weil die Tiefbaukosten vergleichsweise hoch seien, müssten schon im Vorfeld 50 Prozent der Haushalte Interesse am Angebot signalisieren. Grund seien die weiten Strecken, die bis in die Ortsteile zu überbrücken seien. Auch deswegen habe zunächst zur Debatte gestanden, dass Westuffeln und Obermeiser im Norden Caldens nicht mit einbezogen würden. Erst kurz vor der Vorstellung des Angebots sei man aber umgeschwenkt.

Baugebiete

Caldener Bauland ist beliebt. Die Lage im direkten Speckgürtel Kassels macht die Gemeinde als Wohnort attraktiv. „Wir haben immer wieder Anrufe im Bauamt mit Anfragen zu Bauland“, sagt Bürgermeister Maik Mackewitz. Vor allem der Kernort und Fürstenwald sind gefragt, letzteres lockt dank der direkten Regiotramanbindung nach Kassel. „Wir wollen mittelfristig mehr Bauland anbieten“, sagt Mackewitz.

Darunter könnte zum Beispiel das Gelände des Sportplatzes im Kernort fallen. Dafür müsse aber erst ein Alternativstandort gefunden werden. Er sei guter Dinge, dass die Gemeinde weiter wachsen würde, sagt der Bürgermeister.

Feuerwehrgerätehaus

Die Gemeinde möchte das Feuerwehrhaus in Obermeiser erwerben, das derzeit noch der Sparkasse gehört. Die hat den Standort jedoch aufgegeben, die Wehr hingegen benötigt mehr Platz. Der Bau einer Halle ist geplant. Die Gemeinde will insgesamt 300 000 Euro investieren. „Im Bereich der Feuerwehren sind wir in Calden extrem gut aufgestellt“, sagt Bürgermeister Maik Mackewitz, „wir haben in jedem unserer Ortsteile eine eigene Wehr, das ist nicht selbstverständlich.“ Im vergangenen Jahr war das Feuerwehrhaus im Ortskern nach langer Bauzeit endlich fertiggestellt worden. Planungsfehler für die Außenanlage hatten zu einem zwischenzeitlichen Baustopp geführt.

Ausbau Gewerbepark

Rund um den alten Flughafen soll es weiter vorangehen. Dort entsteht im Bereich der ehemaligen Start- und Landebahn ein weiteres Gewerbegebiet, das von der Hessischen Landgesellschaft entwickelt werden soll. Die Fläche des Gewerbegebietes beträgt 655 000 Quadratmeter. Das entspricht 80 Fußballplätzen. Die Gemeinde Calden kümmert sich um die Erschließung, baut Straßen und Kanäle aus. „Sofort werden die Bagger dort aber nicht rollen“, sagt Bürgermeister Mackewitz. Die Landgesellschaft wird die Grundstücke dort Stück für Stück erwerben. Mackewitz sieht dort aber nicht zwingend ausschließlich flughafenaffine Firmen. „Das ist sicher nicht zwingend“, sagt er. Weil ähnliche Gebiete rar seien, sei der Standort für viele interessant.

Die ehemalige Flüchtlingseinrichtung, derzeit im Stand-By-Modus, stört dabei nicht. Erstens wird die Erschließung vom anderen Ende der Fläche her begonnen, zweitens ist sich Mackewitz sicher: „Wenn die Einrichtung zugunsten des Gewerbegebietes weg muss, dann wird das zeitnah funktionieren“. Das sei auch schon so mit Sozialminister Thomas Schäfer besprochen worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.