Raiffeisenbank Calden: Erfolgreich im Fusionsjahr

Zufrieden mit Fusion und Geschäftsverlauf: Vorstand Martin Thöne, Aufsichtsratschef Friedrich Rudert und Vorstandsvorsitzender Werner Kolle. Foto:  Henke

Calden. Die Fusion mit der Trendelburger Raiffeisenbank hat die Raiffeisenbank Calden erfolgreich bewältigt. Der Vorstand blickt zufrieden auf 2014 zurück und sieht die positive Entwicklung.

Bei einem Betriebsergebnis von 2,4 Millionen Euro will der Vorstand der Vertreterversammlung wieder eine fünfprozentige Dividende vorschlagen.

Zwar sei die technische Eingliederung und die datenmäßige Erfassung der Trendelburger Bank relativ aufwendig gewesen, „aber die Mitarbeiter- und die Kundenstrukturen passten einfach gut zusammen“, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Kolle am Dienstag bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2014. Schon bald würden die Synergieeffekte die Kosten der Fusion nicht nur ausgleichen, sondern übertreffen. Auch für die Kunden, insbesondere die Trendelburger, habe die Fusion Vorteile gebracht, das betreffe die Beratungsleistung ebenso wie das Kreditgeschäft.

Die Bilanzsumme der Bank stieg im Fusionsjahr auf 265,4 Millionen Euro, 2013 waren es 261 Millionen. Leicht rückläufig war indes das Kundenkreditgeschäft. Das Kreditvolumen ging um 1,3 Millionen auf 136,8 Millionen Euro zurück. Ursache dafür seien die von den Kunden stark genutzten Sondertilgungsmöglichkeiten aufgrund der niedrigen Zinsen. Das Neukreditgeschäft von 20 Millionen Euro habe die geleisteten Tilgungen nicht ganz ausgleichen können, sagte Kolle.

Ebenso reduzierten sich die Kundeneinlagen leicht um 1,3 Millionen Euro auf knapp 220 Millionen. Auch dies erklärt der Vorstand mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau: Kunden wichen auf Wertpapiere und Fonds aus. Das gesamte von der Bank betreute Kundenvolumen stieg von 469 Millionen auf 472 Millionen Euro an.

Sorgenvoller Blick in Zukunft

Doch trotz der erfreulichen Entwicklung der vergangenen Jahre und des guten Ergebnisses 2014 blicken Werner Kolle und sein Vorstandskollege Martin Thöne nicht sorgenfrei in die Zukunft. Es ist das niedrige Zinsniveau, das nicht nur Sparer umtreibt, sondern auch die Banken.

Entwertung 

„Auch wenn wir für die Zukunft bestens aufgestellt sind, wird sich unser Ergebnis in den kommenden Jahren merklich reduzieren“, sagt Kolle und Thöne ergänzt: „Die Niedrigzinspolitik der EZB entwertet nicht nur das Vermögen der Sparer, sondern beeinflusst auch wesentlich den geschäftlichen Erfolg der Banken aufgrund der immer kleiner werdenden Zinsmargen.“ So gehe der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken von weniger Geschäftsstellen und mehr Bankfusionen aus.

Kooperieren 

Die Raiffeisenbank Calden wolle daher die Kooperation mit anderen Genossenschaftsbanken, wie die mit der Raiffeiseneisenbank Wolfhagen, ausbauen. Auch die Überprüfung der Kostenstruktur stehe weiterhin auf der Tagesordnung.

Ins neue Jahr sind die Caldener indes gut gestartet. Kreditgeschäft und Kundeneinlagen erhöhten sich jeweils um 1,7 Prozent. Die Ausleihungen stiegen auf 139 Millionen Euro, die Kundeneinlagen auf 221 Millionen Euro.

Bilanz der Bank in Zahlen

Bilanzsumme: 265,4 Millionen Euro; (2013: 261 Mio. Euro)

Kundenkredite: 136,8 Mio. (138,1 Mio.)

Kundeneinlagen: 219,8 Mio. (221,1 Mio.)

Betreutes Kundenvolumen: 472 Mio. (469 Mio.)

Zinsspanne: 2,42 Prozent (2,48 Prozent)

Mitglieder: 7582 (7538)

Mitarbeiter: 59 (58)

Auszubildende: 10 (7)

Betriebsergebnis vor Bewertung: 2,4 Mio. (2,8 Mio.)

Steuern: 0,55 Mio. (0,79 Mio.)

Bilanzgewinn: 0,44 Mio. (0,48 Mio.)

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