Raiffeisenbank Calden auf Wachstumskurs

Erfreuliches Ergebnis, zufriedene Gesichter: (von links) Vorstand Martin Thöne, Bereichsleiter Privatkunden Thomas Kuhn, Bereichsleiter Firmenkunden Thomas Westphal und Vorstand Werner Kolle. Foto:  Henke

Calden. Mit Zufriedenheit über ein erfreuliches Geschäftsjahr geht die Raiffeisenbank Calden in die anstehende Fusion mit der Raiffeisenbank Wolfhagen.

Wenn am 7. April die Vertreterversammlung der Fusion mit den Partnern aus Wolfhagen zustimmt - woran es keinen Zweifel gibt - dann können die Caldener selbstbewusst die neue Verbindung eingehen.

Dafür sorgt auch das Ergebnis des Jahres 2015, das die Vorstände Werner Kolle und Martin Thöne, jetzt vorstellten. Die Caldener befinden sich weiter auf Wachstumskurs. „Bilanzsumme und Kundenvolumen wuchsen im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich“, sagt Kolle.

Bilanzsumme: 270 Mio. Euro

So ist die Bilanzsumme von 265,4 Millionen Euro im Jahr 2014 auf rund 270 Millionen Euro im vergangenen Jahr gewachsen. Motor des Wachstums war das Kreditgeschäft, vor allem mit den Privatkunden. Das an Kunden verliehene Volumen wuchs um 7,5 Millionen auf 144,3 Millionen Euro, was eine Steigerung um 5,4 Prozent bedeutete. Großen Anteil daran hätten Immobilienkredite gehabt, sagt Martin Thöne. Auch im Firmenkundengeschäft sei die Nachfrage „lebhaft“ gewesen.

Trotz niedriger Guthabenzinsen stiegen auch die Kundeneinlagen um 8,3 Millionen auf 228,1 Millionen Euro, das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sei umso erstaunlicher, als Kunden inzwischen verstärkt ihr Kapital in Wertpapierdepots anlegen. Solche Depots werden von der Bank im Kundenauftrag betreut, sind aber nicht bilanzwirksam. Das außerbilanziell von der Bank betreute Volumen stieg um 4,8 Prozent auf knapp 117 Milionen Euro. Insgesamt betreut die Bank nun ein Kundenvolumen von 494 Millionen Euro nach 472 Millionen im Vorjahr.

Wermutstropfen Zinsspanne

Trotz ihres Wachstumskurses haben die Caldener auch einen Wermutstropfen zu verdauen, wie Kolle und Thöne einräumen. So verringerte sich die Zinsspanne von 2,42 Prozent auf 2,31 Prozent. Die Zinssspanne als wichtiger Indikator für die Rentabilität einer Bank hat Auswirkungen auf die Erträge. Bei der Caldener Bank ging auf diese Weise der Ertrag leicht von 2,4 Millionen in 2014 auf 2,3 Millionen Euro zurück. „Damit sind wir aber zufrieden“, sagt Werner Kolle. Denn nach der Risikovorsorge im Wertpapier- und Kreditgeschäft sowie Ertragssteuern in Höhe von 600 000 Euro können noch 1,6 Millionen in die Rücklagen fließen sowie als Dividende für die Genossenschaftler ausgezahlt werden. Diese soll nach dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat fünf Prozent betragen.

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