Reiter wollen in Calden nach entflohenen Kühen suchen

Hat schon einiges versucht: Landwirtin Martina Brauner war in den vergangenen Wochen oft unterwegs, um ihre entlaufenden Kühe zu suchen. Auch ihre Töchter Alina (links) und Mercedes waren schon bei einigen Einsätzen dabei. Foto: Temme

Calden. Seit Wochen irren drei entflohene Kühe im Caldener Wald umher. Die Tiere gehören Landwirtin Martina Brauner und ihrem Partner Sven Martin aus Meimbressen.

„Viele Menschen aus der Umgebung haben in der letzten Zeit versucht, uns zu helfen", sagt Brauner.„Leider hat bisher nichts zum Erfolg geführt.“

Gesehen wurden die Rinder in den vergangenen Wochen öfter. Auch Katja Kranhold aus Weimar ist schon öfter bei Ausritten mit ihrem Pferd auf die Tiere gestoßen. „Dabei ist mir aufgefallen, dass die Kühe Pferden gegenüber überhaupt nicht scheu sind“, sagt Kranhold. Das habe sie auf eine Idee gebracht: „Ich habe vor, mehrere Reiter zusammenzutrommeln und am Sonntag nach den Kühen im Wald zu suchen“, sagt Kranhold. „Vielleicht können wir die Tiere so zusammentreiben.“ Sie wolle den Wald in Abschnitte einteilen und systematisch abreiten. „Der Wald ist das Gebiet von uns Reitern, hier kennen wir uns aus“, sagt Kranhold.

Wenn das Vorhaben klappen sollte, werde erst die Besitzerin der Kühe informiert, damit diese dann einen Tierarzt holen könne. „Wenn die Rinder wirklich gefunden und zusammengetrieben werden, müsste sie ein Tierarzt betäuben, damit wir sie wieder nach Hause bekommen“, sagt Landwirtin Martina Brauner.

Doch große Hoffnungen von der Aktion mache sie sich nicht. „Wir müssten wirklich Glück haben“, so Brauner. „In den letzten Wochen haben wir mit allen Mitteln versucht, die Tiere einzufangen, doch nichts hat bisher zum Erfolg geführt.“ Die Probleme beim Einfangen seien vielfältig. Zum Beispiel würden öfter Fahrzeuge auf für Autos unerlaubten Wegen fahren, wegen deren Geräuschen die Tiere davonlaufen würden. „Man braucht viel Ruhe, Geduld und großes Glück beim Einfangen“, sagt Brauner. „Vielleicht haben wir eine bessere Chance, wenn das Futter im Wald weniger wird.“

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