180 Tonnen Güter für Südosteuropa gesammelt

Rekord für Rumänienhilfe aus dem Kreisteil Hofgeismar

Günter Rüddenklau auf einem Lkw in Rumänien
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Günter Rüddenklau packt beim Verteilen der Waren aus dem Lkw selbst mit an.

Die große Hilfsaktion für Südosteuropa der beiden Bio-Bauern Ottmar Rudert und Günter Rüddenklau verzeichnet in diesem Herbst ein bislang noch nicht gekanntes Spendenaufkommen.

Kreisteil Hofgeismar - Bis vergangene Woche trugen Hunderte von Spendern insgesamt 180 Tonnen an Hilfsgütern zusammen. Sie sind bestimmt für arme Regionen in Rumänien und der Ukraine.

„Wir sind einmal mehr überwältigt von der Hilfs- und Spendenbereitschaft der Nordhessen“, sagen Rudert und Rüddenklau, die derzeit selbst die Verteilung der Güter im rumänischen Siebenbürgen begleiten. Für den Transport müssen insgesamt 14 Sattelzüge gechartert werden, zwölf gehen nach Rumänien, zwei in die Ukraine.

Auf den Sammelstellen in Ostheim und Westuffeln wurden die Spendengüter in 3000 Säcken und Kisten von Spendern angeliefert. Zudem wurden über 400 Fahrräder, 200 Rollatoren und 80 Rollstühle gebracht. Doch nicht nur die Menge der Sachspenden hat im 13. Jahr der Hilfsaktion einen Rekord gebracht, auch Geldspenden sind auf Rekordniveau. Zuletzt seien noch einmal biele Überweisungen auf dem Spendenkonto eingegangen. „Nun sind wir in der Lage, die 14 notwendigen Lkw-Transporte auch finanzieren zu können“, teilten die Initiatoren im Telefongespräch mit unserer Zeitung mit.

Einen Lkw für den Transport nach Südosteuropa zu chartern, schlage mit 2000 Euro zu Buche. Von den Spendengeldern wollen Rudert und Rüddenklau direkt in Rumänien eine Lkw-Ladung Kartoffeln kaufen. Die sollen dann in Armutsvierteln in Fogarasch und Tirgu Mures verteilt werden. Aus Schilderungen dortiger Kirchengemeinden wissen die beiden, dass in manchen Familien dieses Jahr sogar Hunger herrscht. Um ihre hungernden Kinder ruhig zu stellen, hätten manche Mütter nur noch Zuckerwasser.

Ein Grund für die Not ist auch in Rumänien die Corona-Pandemie. Viele Arbeiter, die sonst ihre Löhne in die Heimat transferieren konnten, haben in Deutschland und anderen Ländern Westeuropas keine Jobs gefunden. Während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr hatten Rudert und Rüddenklau schon einmal bei befreundeten Landwirten und Supermärkten tonnenweise Lebensmittel gesammelt und auf den Transport nach Rumänien geschickt. (Gerd Henke)

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