„Wir sind Teamplayer“

Renate Wollert und Johanna Fischer teilen sich Pfarrstelle Ehrsten

Sie sind ein Team: Die Pfarrerinnen Renate Wollert (links) und Johanna Fischer teilen sich die Pfarrstelle Ehrsten, zu der die Gemeinden Ehrsten, Meimbressen und Fürstenwald gehören.
+
Sie sind ein Team: Die Pfarrerinnen Renate Wollert (links) und Johanna Fischer teilen sich die Pfarrstelle Ehrsten, zu der die Gemeinden Ehrsten, Meimbressen und Fürstenwald gehören.

Diese beiden sind echte Teamplayer: Die Pfarrerinnen Johanna Fischer und Renate Wollert teilen sich die Pfarrstelle Ehrsten.

In der frisch renovierten Kirche in Ehrsten bedeutet das, dass nur die Plätze mit den roten Sitzkissen genutzt werden sollen und auch während des Gottesdienstes Masken getragen werden. Obwohl Renate Wollert offiziell für die Gemeinde Fürstenwald zuständig ist, übernimmt sie wie ihre Kollegin auch Gottesdienste in Ehrsten und Meimbressen. Ganz nach Gottesdienstplan.

Die Idee zur Teilung der Pfarrstelle war von Johanna Fischer ausgegangen. Da sie das Angebot zur Arbeit am evangelischen Studienseminar in Hofgeismar bekam, die Arbeit in der Gemeinde aber nicht aufgeben wollte, war sie an Renate Wollert herangetreten. Diese suchte nur eine halbe Stelle und mit Zustimmung des Dekans und der Kirchenvorstände wurde die Stelle geteilt.

„Wir sind gerne in einem Team unterwegs, da wir die Bereicherung durch andere Pfarrer schätzen“, sagen Johanna Fischer und Renate Wollert, „zusammen mit den Kirchenvorstehern kann man mehr Ideen entwickeln. Wir sind sowieso Teamplayer.“

Absprachen, das Einholen einer zweiten Meinung, gegenseitiges Vertrauen und nicht zuletzt die gesicherte Vertretung im Urlaubs- oder Krankheitsfall wissen die beiden Frauen sehr zu schätzen. Vor allem nach der schwierigen Corona-Zeit, in der viel Planungssicherheit verloren ging. „Es ist frustrierend, wenn Dinge nicht so stattfinden können, wie geplant“, sagt Johanna Fischer und Renate Wollert ergänzt, dass man deswegen neue Wege gehen musste.

Live übertragene Videogottesdienste, Andachten unter freiem Himmel oder am Lagerfeuer, ein Kirmes-Gottesdienst ohne Kirmes, ein Baustellengottesdienst während der Renovierung der Ehrstener Kirche und die „Hör-Bar für die Seele“ (erreichbar unter der Telefonnummer 0 56 77/2 28 99 50) gehörten bereits dazu.

„Es ist für uns selbstverständlich, für seelsorgerische Gespräche ansprechbar zu sein“, betont Renate Wollert. „Wir können uns sehr gut vorstellen, gemeinsam mit den Kirchenvorständen unterschiedliche Andachtsformen zu entwickeln oder andere Gottesdienstzeiten einzuführen.“

Ihre Kollegin ergänzt, dass sie Lust auf neue Gottesdienstformate hätten und verstärkt auf das eingehen möchten, was in der Welt passiert.

„Wir müssen sehen, wie es mit Corona weiter geht und wie die Bedürfnisse der Menschen sind“, sagen die beiden Pfarrerinnen. „Aber wir wissen, dass den Gemeinden der Sinn nach Gemeinschaft steht. Und wir als Kirche haben den Auftrag, Räume für die Gemeinschaft zu schaffen.“ (Gitta Hoffmann)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.