1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Calden

Sanierung der Wilhelmsthaler Straße ist Schwerpunktprojekt in Calden

Erstellt:

Von: Daria Neu

Kommentare

Die Sanierung der Wilhelmsthaler Straße ist mit insgesamt vier Millionen Euro Investitionsvolumen (Kosten werden von Gemeinde und Kreis übernommen) das Schwerpunktprojekt in Calden. Bürgermeister Maik Mackewitz und Bauamtsleiter Christoph Kaufmann (von links) sehen eine große Chance in der Baumaßnahme für den Ort.
Die Sanierung der Wilhelmsthaler Straße ist mit insgesamt vier Millionen Euro Investitionsvolumen (Kosten werden von Gemeinde und Kreis übernommen) das Schwerpunktprojekt in Calden. Bürgermeister Maik Mackewitz und Bauamtsleiter Christoph Kaufmann (von links) sehen eine große Chance in der Baumaßnahme für den Ort. © Daria Neu

Auch im Jahr 2023 stehen die Kommunen im Kreisteil Hofgeismar vor großen Herausforderungen. Was die Städte und Gemeinden geplant haben, fassen wir zusammen. Heute: Calden.

Calden – Viele Themen, die die Gemeinde Calden bereits im vergangenen Jahr beschäftigt haben, spielen auch im neuen Jahr eine große Rolle. Da sind die allgemeinen Herausforderungen beispielsweise durch die Energiekrise, denen sich Caldens Verwaltung sowie alle Bürger stellen müssen. Da sind aber auch große Vorhaben, die die Lebensqualität in der Gemeinde nachhaltig verbessern sollen.

Straßensanierung

Laut Bürgermeister Maik Mackewitz ist das Schwerpunktprojekt im neuen Jahr die Sanierung der Wilhelmsthaler Straße in Calden. Für insgesamt vier Millionen Euro wird sie neu gestaltet. 1,3 Millionen Euro übernimmt dabei der Landkreis, die Gemeinde selbst bezahlt den größeren Anteil in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Im Ort ist das Projekt unter anderem aufgrund der schmaler werdenden Straße für den Autoverkehr umstritten. Die Verwaltung aber steht hinter der Baumaßnahme. Die ganze Wilhelmsthaler Straße soll nämlich in mehreren Bauabschnitten erneuert werden und einen anderen Charakter bekommen. Mehr Raum für Fußgänger ist dabei die Devise. Noch in diesem Jahr soll das gesamte Projekt planmäßig fertig werden.

Gewerbepark

Es ist ein Projekt, das weit über die Grenzen Caldens hinaus Auswirkungen hat: der Baustart des neuen Gewerbeparks Kassel Airport, der Mitte November vergangenen Jahres erfolgt ist. Stück für Stück soll der Gewerbepark auf dem alten Flughafengelände gebaut werden. Große Logistikunternehmen, insbesondere flugbetriebsaffine Betriebe und Dienstleister haben bereits Interesse bekundet, sich im neuen Gewerbegebiet anzusiedeln.

Am neuen Gewerbepark Kassel Airport wird bereits fleißig gearbeitet. Es ist ein Projekt, das Auswirkungen auf die gesamte Region haben wird. Das
Am neuen Gewerbepark Kassel Airport wird bereits fleißig gearbeitet. Es ist ein Projekt, das Auswirkungen auf die gesamte Region haben wird. Das © Daria Neu

Die ersten sechs Millionen Euro für die ersten zehn von 68 Hektar Fläche sollen der Startschuss für eine Idee sein, die nachhaltige Flächennutzung, wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze ermögliche, sagte Mackewitz seinerzeit beim Spatenstich. Auch die Teilfreigabe der Bundesstraße 7 im Dezember hängt mit dem Mammut-Projekt zusammen. Denn so wird Calden mit seinem Flughafen noch enger an Kassel angebunden und ist für Menschen aus der ganzen Region gut zu erreichen.

Glasfaser

Der Streit mit der Deutschen Glasfaser hatte die Gemeindeverwaltung über Jahre beschäftigt. Wieder und wieder hatte das Unternehmen nicht wie versprochen dafür gesorgt, die Bürgersteige nach der Glasfaserverlegung wieder ordnungsgemäß instandzusetzen – und zwar sowohl in der Kerngemeinde als auch in den Ortsteilen. „Seit einigen Wochen aber geht es voran beim Thema Glasfaser“, berichtet Mackewitz erleichtert. „Die zuständige Firma hat richtig Gas gegeben.“

Lange hatten die Arbeiten der Deutschen Glasfaser in der Kerngemeinde und in den Ortsteilen auf sich warten lassen. Endlich aber geht es vorwärts. Ende vergangenen Jahres waren Arbeiter-Kolonnen am Werk.
Lange hatten die Arbeiten der Deutschen Glasfaser in der Kerngemeinde und in den Ortsteilen auf sich warten lassen. Endlich aber geht es vorwärts. Ende vergangenen Jahres waren Arbeiter-Kolonnen am Werk. © privat

Es bestünde die Hoffnung, dass im Frühjahr tatsächlich alle Gehwege in den Ortsteilen fertig würden. In Ehrsten und Fürstenwald sei man bereits fertig, in Meimbressen und Calden seien die Arbeiter gerade am Werk. Jede Woche finde eine Besprechung statt. Auch die Kommunikation laufe mittlerweile also viel besser. Von einem Rechtsstreit sehe die Gemeinde daher derzeit ab.

Kindertagesstätten

In den Kindertagesstätten in Calden und Meimbressen wird sich 2023 etwas tun. „Die Anzahl der Kinder erhöht sich“, berichtet der Bürgermeister. Jeweils werde daher eine neue Gruppe eröffnet. Die Lösung seien dabei Mietgebäude in Containerbauweise. „Das ist die flexibelste Möglichkeit.“ Personell sei man in Calden und Meimbressen derzeit im „grünen Bereich.“

Bäumesiedlung

Bis 2025 fließen mehr als drei Millionen Euro insgesamt in das umfangreiche Projekt „Bäumesiedlung“ in Meimbressen. 1,4 Millionen Euro sind laut Mackewitz mittlerweile verbaut. Im neuen Jahr arbeite man nun weiter am zweiten Bauabschnitt.

Kunstrasenplatz

Der neue Kunstrasenplatz des TSV Jahn Calden nimmt immer mehr Gestalt an. Im Frühjahr kann der Fußballplatz voraussichtlich schon eingeweiht werden. Der neue Sportplatz, der an der Ostseite der Weserstraße in Calden, gegenüber vom Kaiserplatz entsteht, wird als Kunstrasenplatz nicht nur unabhängig von den Witterungsverhältnissen bespielbar sein. Aufgrund der Größe könnten im Bedarfsfall hier auch Bundesligaspiele ausgetragen werden.

Genussmarkt

Der Genussmarkt in Calden soll zukünftig viermal im Jahr stattfinden. Der erste Versuch im vergangenen Jahr ist nämlich ein Erfolg gewesen. Das Parlament hatte nach einigen Diskussionen beschlossen, eine Kommission zu bilden, die eine ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft bei der Organisation des Marktes unterstützen soll. Der Genussmarkt kann verschiedene Themenschwerpunkte haben, auch Vereine haben die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Radwege

Am Radwegeausbau in der Kerngemeinde und in den Ortsteilen arbeitet man stetig weiter. Parallel zur Sanierung der Wilhelmsthaler Straße soll auch der Radweg von Calden nach Wilhelmsthal angegangen werden. Dazu laufen derzeit noch Verhandlungen mit Grundstückseigentümern. Laut Gemeinde sind dies einige.

Energiekrise

Wie alle anderen Kommunen auch, beschäftigt sich Calden mit möglichen Lösungsansätzen, um durch die Energiekrise zu kommen. Laut Mackewitz bereite sich die Gemeinde auf die Themen Zivilschutz und Versorgung beispielsweise im Falle eines Stromnotstandes vor. In Höhe von knapp 300 000 Euro werden womöglich Notstromaggregate gekauft. Außerdem habe man das Thema Betreuungsplätze im Blick, wenn es zum Ernstfall kommen sollte. Dafür sei in Calden die Mehrzweckhalle vorgesehen.

Termine

Noch stehen die Termine für das Jahr 2023 noch nicht fest. Laut Gemeinde ist man derzeit noch mit der Organisation von anstehenden Veranstaltungen beschäftigt. Die nächste Gemeindevertretersitzung findet voraussichtlich im Februar statt. (Daria Neu)

Auch interessant

Kommentare