Zehn Millionen Euro aus Kulturinvestitionsprogramm

Schloss Wilhelmsthal: Putten und Wachthäuser werden saniert

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Wilhelmsthal. Die Schlossanlage Wilhelmsthal bei Calden wird bis 2019 von dem neu aufgelegten, zehn Millionen Euro umfassenden Kulturinvestitionsprogramm des Landes profitieren.

Damit ist die seit Jahren angestrebte Sanierungsfinanzierung des kunsthistorisch wertvollen und deutschlandweit einmaligen Putten-Ensembles rund um die historische Grotte im Park endgültig gesichert.

Lexikonwissen: Das Schloss Wilhelmsthal im HNA-Regiowiki

Außerdem können jetzt auch die beiden dem Schloss vorgelagerten Wachthäuser von Grund auf instandgesetzt und zum Teil neu genutzt werden. Das bisher öffentlich nicht zugängliche südliche Torhaus soll künftig ein modernes Besucherinformationszentrum beherbergen.

Wilhelmsthal zählt zu den ersten großen Projekten in dem Programm. Dies sagt Kunst- und Kulturminister Boris Rhein. Er besuchte jetzt Schloss und Park in Begleitung von Dr. Bernd Küster, Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK). Exakte Zahlen zur Höhe der Investitionen nannten die Verantwortlichen unter Hinweis auf noch laufende Feinplanungen und die ausstehenden Ausschreibungen nicht. Es gibt Kostenschätzungen: Die weitere Sanierung des vor Jahren demontierten, ursprünglich prunkvollen Skulpturenschmucks im Park aus Putti, Götterfiguren und Wasserspeiern wird voraussichtlich rund 990 000 Euro verschlingen. Die Bleigussfiguren aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatten durch Witterungseinflüsse und Vandalismus massiv gelitten.

Das bürgerschaftliche Engagement zur Rettung der Putten von Wilhelmsthal lieferte den Anschub für erste Restaurierungen, konnte den Gesamtfinanzbedarf aber bei weitem nicht decken. Nur vier der 28 Skulpturen sind bisher repariert und neu vergoldet worden.

Die Kostenschätzung für die beiden Wachthäuser vor dem Ehrenhof beläuft sich auf rund 530.000 Euro. Erste sichtbare Arbeiten sind zur Jahreswende zu erwarten.

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