Nach Tirol

Ski-Jet hob mit einer Stunde Verspätung in Calden ab

Calden. Mit einer Stunde Verspätung ist am Freitagmorgen der erste Ski-Jet in Calden Richtung Innsbruck abgehoben. Die Premiere war trotzdem gelungen.

Aktualisiert um 12.45 Uhr

Calden. Es ist gerade einmal kurz nach fünf Uhr in der Früh, als Rita Kaniewski und Jessica Zens am Freitagmorgen im Terminal des Flughafens Kassel-Calden ihre Personalausweise zücken. Sie wollen den Check-In möglichst schnell hinter sich bringen, bevor die übrigen Teilnehmer der dreitägigen Reise zum Gletscher-Opening ins österreichische Stubaital eintreffen.

Die in feschen Skioutfits gekleideten Frauen aus Eschwege sind Mitarbeiterinnen von Dieter Kohl, der die Reise organisiert hat und schon vorausgefahren ist, um für die 100-köpfige Reisegruppe alles vorzubereiten. „Wir freuen uns riesig, dass die Reise so gut angenommen wurde, wir sind ausgebucht“, sagt Kaniewski, die nicht gedacht hätte, dass ihr Chef noch einmal so durchstarten würde. „Er will es nach 45 Jahren am Reisemarkt nochmal wissen“, sagt sie lachend, während ihre Koffer über das Gepäckband gen Flugzeug rollen und immer mehr Winterurlauber die Abflughalle erreichen.

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Unter den Armen die Skier, auf dem Kopf die dicken Wollmützen, können sie es kaum abwarten, endlich gen Schnee aufzubrechen. Viele von ihnen sind nicht zum ersten Mal mit Ski-Kohl unterwegs, wie auch Andrea und Manfred Schulz aus dem thüringischen Horsmar. „Mein Mann ist 1989 als erster Thüringer mit Ski-Kohl verreist, da sind wir 25 Jahre später gern wieder dabei“, sagt die begeisterte Skiläuferin. Als das Paar gerade beim gemütlichen Frühstück im Flughafenbistro in Erinnerungen schwelgt, öffnet ein dritter Check-In-Schalter. Alles muss jetzt ein wenig schneller gehen, schließlich soll der Alpenjet, eine Fokker 100 der niederländischen Denim Air, in gut einer Stunde starten. Der 13-jährige Tom Babe aus Goddelsheim will auch mitfliegen, freut sich besonders auf den Schnee. Aufgeregt ist er nicht, mit dem Fliegen nämlich kennt er sich aus: „Ich bin schon oft geflogen.“ Ganz anders sein Opa Wilhelm Frömel, der mit 75 Jahren zum ersten Mal ein Flugzeug besteigt. Angst hat er keine, wundert sich aber, „wie so ein Ding überhaupt in der Luft bleiben kann“. Auch wenn er früher viel auf Skiern unterwegs war, will er am Reiseziel die Bretter stehen lassen und sich lieber die Landschaft rund um die Pisten anschauen. Vor allem auf die Sprungschanze freut er sich, war er doch selbst in jungen Jahren als Skispringer aktiv. Den ausgiebigen Sicherheitscheck passiert, kann es dem Rentner dann gar nicht schnell genug gehen.

Immer wieder schaut er nach der Maschine, die bereits draußen im Regen wartet. Doch die Schlangen an den Kontrollstationen wollen einfach kein Ende nehmen, auch um 7 Uhr noch nicht, als das Flugzeug eigentlich gen Innsbruck abheben soll. Gerade erst ist die Crew eingetroffen, als endlich auch das Boarding beginnt. Trotz einer knappen Stunde Verspätung ist die Stimmung gut, denn alle wissen, dass sie schon bald vor den Toren der Tiroler Skigebiete landen werden. Von da ist es dann nur noch ein Katzensprung ins Stubaital zum langersehnten Gletscher-Opening. (zhf)

Alpenjet hob Freitag erstmals von Calden nach Tirol ab

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Rubriklistenbild: © Hoffmann

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