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Angedachte Anbindung von Calden über A7: Neuer Widerstand im Kasseler Norden?

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Kassel. Sein Ziel sei es, den Flughafen Kassel-Calden verkehrlich über die A 7 anzubinden. Das hat Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) im Redaktionsgespräch mit der HNA betont. Kommunalpolitikern und Anwohnern im Kasseler Norden  dürfte diese Äußerung wie ein Déjà-vu vorkommen.

Denn genau diese Diskussion ist mit viel Leidenschaft bereits im Sommer 2009 geführt worden. Seinerzeit kamen mehr als 500 Anwohner aus Kassel, Niestetal und Ihringshausen in die Johanniskirche, um mit Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) und dem damaligen Stadtbaurat Norbert Witte (CDU) über die Nordspange zu diskutieren.

Die meisten hatten wenig Verständnis für das Vorhaben. Sie befürchteten Lärm, Abgase und dadurch einen Wertverlust für ihre Häuser und Grundstücke.

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Dieter Posch

Hilgen versprach bei der Veranstaltung, erneut das Gespräch zu suchen, sobald die Ergebnisse aus der Machbarkeitsstudie des Verkehrsministeriums vorlägen. Zwar ist die Studie inzwischen fertiggestellt worden, doch der Oberbürgermeister kennt ihren Inhalt bis heute nicht.

Verkehrsminister Posch hält sie unter Verschluss. Im März hatte er auf eine Anfrage der Grünen erklärt: „Es wird derzeit kein Erfordernis gesehen, die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorzustellen oder anderweitig öffentlich zu machen.“ Karin Müller, Landtagsabgeordnete der Grünen aus Kassel, bezeichnete das als „Frechheit gegenüber dem mündigen Bürger“.

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Dennoch hat Posch nicht vor, die Ergebnisse der 110 000 Euro teuren Studie zu veröffentlichen, wie er am Donnerstag im Redaktionsgespräch erneut betonte. Er sagte nur, dass ihn die Inhalte nicht zufriedengestellt hätten.

Über Poschs Informationspolitik hatten sich auch betroffene Kommunen wie Kassel und Niestetal geärgert. Beide suchen dringend nach Möglichkeiten, das Gewerbegebiet Sandershäuser Berg an die A 7 anzuschließen. Nachdem das Bundesverkehrsministerium den zusätzlichen Autobahnanschluss verweigert hatte, bemühen sich die Planer dringend um Alternativen.

Hintergrund ist die Entwicklung des Gewerbegebiets. Ohne zusätzlichen Anschluss sind nur 50 Hektar am Sandershäuser Berg zu nutzen. Mit der neuen Abfahrt könnte das Gebiet auf 130 Hektar erweitert werden.

Und nur dann würde der Sandershäuser Berg zu einem interkommunalen Projekt. Bisher entwickelt Niestetal das Gewerbegebiet allein. Derzeit lässt die Gemeinde mehrere Varianten für einen Anschluss des Sandershäuser Bergs an die A 7 von einem Gutachter prüfen. Ohne einen Umbau müsste zu viel Verkehr durch benachbarte Wohngebiete geleitet werden. (clm)

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