Erster Flieger in kommender Woche

Bis zu 5000 syrische Flüchtlinge landen in Calden

Calden. Kassel-Calden wird ab sofort Ankunftsflughafen für Tausende Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen. Sie werden von Beirut, der Hauptstadt Libanons, auf den nordhessischen Flughafen und weiter ins Grenzdurchgangslager Friedland gebracht.

Der erste Flug nach Calden mit 180 Passagieren wird für Mittwoch erwartet. Deutschland hatte sich im März bereit erklärt, 5000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. Zwei Charterflüge gab es bisher. Dabei landeten je 100 Personen in Hannover und wurden von dort nach Friedland bei Göttingen gebracht.

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Künftig werden die Flüchtlinge einen kürzeren Weg ins Grenzdurchgangslager haben. Den Stein ins Rollen gebracht, hat nach eigener Aussage die Hamburger Firma Nordavia, die Charterflüge ab Calden anbietet. „Aufgrund unserer Anregung ist die Geschäftsführerin des Flughafens tätig geworden“, sagt Nordavia-Geschäftsführer Helmut Heidemann. Die Nordavia hofft, künftig die Flüchtlingsflüge nach Calden zu organisieren.

Denn der Großteil der Flüchtlinge wird nun wohl über Kassel-Calden nach Deutschland einreisen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht.

Nur ein paar Hundert Syrer würden sich selbst um die Anreise kümmern, schätzt Heinrich Hörnschemeyer, Leiter des Lagers Friedland. 14 Tage bleiben die Flüchtlinge dort und werden dann auf Bundesländer verteilt.

Bei 180 Personen pro Flug ist mit 20 bis 30 Flügen nach Kassel-Calden zu rechnen. Zwischen jedem Transport werden voraussichtlich drei Wochen liegen. Flughafenchefin Maria Anna Muller äußerte sich am Freitag nicht zu der Entwicklung. Sie verwies auf die Zuständigkeit des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Am Mittwoch wird der Präsident des BAMF, Manfred Schmidt, die Flüchtlinge in Calden begrüßen. (gor)

Rubriklistenbild: © Malmus/Archiv

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