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Nach jahrelangem Streit beginnt die Sanierung der Bürgersteige in Calden

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Von: Daria Neu

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Nach andauerndem Streit mit der Deutschen Glasfaser fanden in diesem Monat erstmals kontinuierliche Arbeiten an den Bürgersteigen der Caldener Ortsteile statt. Auf dem
Nach andauerndem Streit mit der Deutschen Glasfaser fanden in diesem Monat erstmals kontinuierliche Arbeiten an den Bürgersteigen der Caldener Ortsteile statt. Auf dem © Michael Seidel

Der Streit, den die Gemeinde Calden mit der Deutschen Glasfaser und der Firma Terrado geführt hat, dauerte Jahre. Nun scheint sich etwas in Sachen Gehwegsanierung zu tun.

Calden – Wer Anfang November aus dem Dachfenster eines Hauses im Caldener Ortsteil Ehrsten geblickt hat, konnte womöglich seinen Augen nicht trauen. Kolonnen von Mitarbeitern der Firma Terrado machen seit diesem Monat Tempo bei der Instandsetzung der Gehwege in allen Caldener Ortsteilen. Jahre hatte die Gemeinde darauf gewartet, dass es endlich vorwärtsgeht (wir berichteten).

Bauamtsleiter Christoph Kaufmann freut sich zwar darüber, dass die Bürgersteige in Fürstenwald und Ehrsten tatsächlich zum Ende des Jahres fertig gepflastert sein dürften, noch sei man vonseiten der Gemeinde aber „eher besänftigt und nicht gerade euphorisch.“

Das Problem

Seit Jahren wartet die Gemeinde Calden schon darauf, dass die Deutsche Glasfaser nach dem Verlegen ihrer Leitungen die Bürgersteige in der Kerngemeinde und ihren Ortsteilen wieder instand setzt. Vergeblich. Denn im Laufe der Zeit gab das Unternehmen immer wieder leere Versprechungen ab (HNA berichtete). Laut Bürgermeister Maik Mackewitz hatte die zuständige Firma im Herbst den Großteil der zu bearbeitenden Gehwege noch nicht angerührt. Er und seine Kollegen wollten daher Klagen auf den Weg bringen.

Bauamtsleiter Christoph Kaufmann zeigt, wie die fertigen Gehwege aussehen.
Bauamtsleiter Christoph Kaufmann zeigt, wie die fertigen Gehwege aussehen. © Daria Neu

Der aktuelle Stand

Laut Kaufmann sind insgesamt 10,5 Kilometer Gehweg zu bearbeiten. Rund 20 Prozent seien nun erledigt. Seit einigen Wochen kümmern sich die Arbeiter in erster Linie um die Ortsteile Fürstenwald und Ehrsten. Kaufmann hofft, dass die verbleibenden Ortsteile inklusive Kerngemeinde dann in der ersten Jahreshälfte 2023 fertiggestellt werden. „Das ist zumindest die Zusage“, sagt er.

Doch Zusagen haben in der Vergangenheit kaum etwas genützt. Mit einem neuen Projektleiter der zuständigen Firma Terrado wird derzeit daher einmal wöchentlich ein Gespräch geführt, um den aktuellen Stand der Dinge miteinander zu besprechen und auf Mängel hinzuweisen.

„Auch im neuen Zeitplan sind wir schon wieder eineinhalb Wochen im Verzug“, erklärt Kaufmann. Neben den Pflasterarbeiten seien auch Asphaltarbeiten notwendig. Gearbeitet wird nicht nur an den Bürgersteigen selbst, die Firma soll sich auch um die Straßenquerungen kümmern, die für die Verlegung der Glasfaserkabel aufgerissen werden mussten.

Die Zukunft

Vom Tisch sind die angedrohten Klagen der Gemeinde Calden keineswegs. „Allerdings wollen wir erst einmal keine rechtlichen Schritte gehen, solange gearbeitet wird“, sagt Kaufmann. Neben der Firma Terrado sei man auch mit der Deutschen Glasfaser im Gespräch. Welche Herausforderungen mit Blick auf den Streitpunkt Gehwegsanierung noch auf die Gemeinde zukommen werden, das vermag auch Kaufmann aktuell nicht zu bewerten. Besonders unanfällig für Probleme sei die aktuelle Jahreszeit jedenfalls nicht. „Im Winter haben zum Beispiel die Asphaltmischwerke zwischenzeitlich geschlossen.“ Auch der Schnee habe zu Beginn der Woche dafür gesorgt, dass die Arbeiten beeinträchtigt waren. Und der Winter hat gerade erst angefangen.

Von Daria Neu

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