Schlagerparty und Rockkonzert am Alten Flughafen

Terminal of Rock: Stimmung gut, doch wenig Besucher

Aus Erfurt angereist: Martina Pieper schoss ein Foto mit Ingo Paul von der Band Four Roses und ihrem Mann.
+
Lightshow und satter Sound: Black Rosie spielte zu vorgerückter Stunde beim Terminal of Rock. Die fünf Frauen lieferten nicht nur eine sehenswerte Bühnenshow ab, sie brachten auch ihr Publikum mit AC/DC-Klassikern zum Beben.

Eigentlich sollte die „Airport Gaudi“ einmal wieder das Konzertereignis im nördlichen Landkreis Kassel werden, doch die Besucherzahlen ließen diesmal zu wünschen übrig.

Calden - So gab es sowohl bei der Schlagerparty am Freitagabend als auch beim Terminal of Rock am folgenden Abend dabei noch deutlich Luft nach oben auf dem weitläufigen Gelände am Alten Flughafen Calden.

Pandemiebedingt hatte Veranstalter Holger Weber das Event gleich zweimal verschieben müssen: „Vom vergangenen März auf den September und nun schließlich auf das letzte Juliwochenende“, berichtet der Ahnataler, der seine Gaudi normalerweise im Terminal des Airports Kassel-Calden ausrichtet. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe man sich für ein Open-Air auf dem 4000 Quadratmeter großen Areal entschiede – was allerdings auch eine Menge an Mehrausgaben bedeutete.

„Um die Kosten etwas zu minimieren, haben wir gleich zwei Veranstaltungen in Leben gerufen“, erklärt Weber, der zum vierten Mal zur Gaudi-Sause geladen hatten. Ob es eine Fünfte geben wird, ist erst einmal fraglich. Er sei tatsächlich an einem Punkt, wo er überlege, die Sache hinzuwerfen, gab Weber offen preis und verwies dabei auch auf die Publikumsresonanz. „Wir hätten mindestens 1500 Besucher jeweils hineinlassen dürfen, da Geimpfte und Genesene nicht gezählt werden, sondern nur die Getesteten.“ Mit dann 150 Gästen bei der Schlagerparty und 550 beim Rockfestival konnte er sich somit nicht zufrieden zeigen.

Auch wenn die Massen beim Musikwochenende in Calden fernblieben, so war die Stimmung an beiden Abenden dennoch gut, manchmal sogar kaum noch zu toppen. Mit eingängigen Melodien aus dem Schmalz- und Herzschmerzabteil zauberte Van Baker und Band bei der Schlagerparty beste Laune ins Publikum. Da wurde etwa beim „Griechischen Wein“ lautstark mitgesungen, zu „Ein Stern“ feurig geklatscht oder bei „Mendocino“ mit dem Nächstbesten geschunkelt. Und auch DJ Tommy Fieber machte seinem Namen alle Ehre, heizte dem Publikum wahrlich ein, das vor allem aus Menschen mittleren Alters bestand.

Beim Rockfestival mangelte es tags darauf dann nicht an langen Haaren, schwarzem Leder und Jeanskutten mit Bandaufnähern. „Die Besucher kommen heute aus allen möglichen Ecken Deutschlands“, sagte Cornelia Reiss, die am Eingang mithalf. Rund 80 Prozent der Gäste seien geimpft und der Rest eben getestet, ergänzte sie und berichtete, dass sie leider auch zehn Personen abweisen mussten, da diese weder Test noch Impfung vorweisen konnten.

Vier Bands traten auf: Mit Songs aus den 60er-Jahren wärmten die Kasseler Racers das Publikum auf. Es folgten Four Roses, die von Pink Floyd bis zu Metallica mit feinstem Rock unterhielten. Status-Ouo-Fans kamen bei Quotime auf ihre Kosten. Dann brachten die fünf Rockladies von Black Rosie mit AC/DC-Klassikern wie „TNT“ den Alten Flughafen zum Beben. (Tanja Temme)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.