„Wir können Kostensteigerungen nicht ausschließen"

1,8-Millionen-Projekt: Umbau des Caldener Feuerwehrhauses stockt

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Pflasterarbeiten vor dem Feuerwehrhaus: Der Boden hat dort offenbar seine Tücken.

Calden. Unangenehme Überraschung beim Umbau des Feuerwehrhauses Calden: Die neuen Außenanlagen sind offenbar nicht frostsicher, dort fließt das Wasser stellenweise nicht ab.

„Wir können Kostensteigerungen nicht ausschließen“, sagt Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz. Die Gemeinde bestätigt auf Nachfrage auch, dass es im Hochbau Konflikte mit einer beteiligten Firma gibt.

Das 1,8-Millionen-Projekt ist das größte Bauvorhaben der Gemeinde. Durch Sanierung und Anbauten soll aus dem 33 Jahre alten Gerätehaus ein modernes Funktionsgebäude für Brandschutz werden. Nun gibt es aber Probleme auf zwei Feldern: Im gepflasterten Außenbereich fließt das Wasser stellenweise nicht ab. Eine Lehmschicht an einigen Stellen verhindert dies offenbar. Von „komplexen Bodenverhältnissen“ spricht Caldens Bauamtsleiterin Eva-Maria Dölle.

Bei Frost könnte sich das neue Pflaster wellen - angesichts der schweren Feuerwehrfahrzeuge ist das ein Risiko. Welche am Bau beteiligte Partei verantwortlich ist, kann die Gemeinde noch nicht sagen: „Ob ein fehlerhaftes Verhalten vorliegt, wird noch geprüft“, erklärt Bürgermeister Mackewitz. Er betont, dass die Verantwortung nicht beim Bauamt liegt.

Verzögert wird der Bau laut der Gemeinde seit einiger Zeit auch durch eine beteiligte Firma: Die hat mehrfach Bedenken bezüglich der Bauausführung angemeldet. Diese Bedenken halte das von der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro aber für nicht stichhaltig, sagen Dölle und Mackewitz. Das sei ausschlaggebend. Die betroffene Klimatechnikfirma äußerte sich nicht.

Auch die Feuerwehr selbst wollte den Umbau nicht kommentieren. Wehrführer Thomas Stern betonte jedoch, dass die Einsatzbereitschaft immer gewährleistet war und ist. Rund 600 Stunden Eigenleistungen hätten die Retter zudem in das Gebäude investiert.

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