Blick in die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes

Umbau ist fertig: So sieht es im Caldener Flüchtlingslager aus

Calden. Der Ausbau des Flüchtlingslagers in Calden ist weitgehend abgeschlossen. Das zeigte ein Besuch auf dem alten Flugplatz.

Dabei konnte die HNA erstmals seit Beginn der Arbeiten einen Blick in die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes werfen: Im Westen Caldens ist aus Hallen und Containern eine kleine Stadt mit Schule, Krankenstation und Kindergarten entstanden.

Zu den Kosten machte das Finanzministerium keine Angaben. Der Umbau sei „in einem vertretbaren Kostenrahmen“ erfolgt, heißt es nur. Eine Schlussabrechnung liege noch nicht vor. Ausgelegt sei die Einrichtung offiziell für 1500 Menschen, sagt der Leiter der Einrichtung, Werner Liphardt. Das Land habe zugesagt, diese Grenze einzuhalten. Mit 700 Menschen ist das Lager bisher nur halb ausgelastet. Waren zu Spitzenzeiten 18 verschiedene Nationen auf dem Flugplatz, sind es nun 13. 35 Sicherheitskräfte, 15 Dolmetscher und weitere Mitarbeiter kümmern sich um die Flüchtlinge.

Durch die „konsequente Bereitstellung von Schutzräumen“ soll das Zusammenleben im Flüchtlingslager Calden reibungsloser gestaltet werden. So gibt es für Frauen, Frauen mit Kindern und Familien eigene Bereiche. Man habe jetzt den Platz, „um Konflikte von vornherein zu vermeiden“, erklärt Dirk Göbel, Teamleiter der Johanniter. Man habe aus Erfahrungen in den anderen Einrichtungen gelernt. „Wir geben Menschen nach der Flucht, was sie benötigen, um sich selbst zu finden“, sagt Werner Liphardt.

Seit dem Monatswechsel hat das Regierungspräsidium (RP) Kassel die Zuständigkeit für die Einrichtung an das RP Gießen abgegeben. Die Gießener setzen auf Personal aus Nordhessen: Liphardt bleibt übergangsweise im Amt, im Verbindungsbüro sitzt unter anderem Wolfgang Finis. Er leitete früher die Landesfeuerwehrschule in Kassel und ist Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hofgeismar.

Erster Blick ins umgebaute Flüchtlingslager Calden

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