Thomas S. aus Ehrsten verurteilt

Urteil im Caldener Mordprozess: Zwölf Jahre Haft für tödliche Schüsse auf Wachmann

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Kassel/Calden. Zwölf Jahre Freiheitsstrafe wegen Mordes – so lautet das Urteil der 6. Strafkammer am Landgericht Kassel für Thomas S. aus Ehrsten.

Der 25-Jährige hatte seinen Arbeitskollegen aus dem Caldener Flüchtlingslager am 10. Februar mit zwei Schüssen in den Kopf getötet.

Richter Volker Mütze unterschritt damit die Forderung der Staatsanwaltschaft um ein Jahr und acht Monate. Der Rechtsanwalt der Eltern des Opfers als Nebenkläger hatte in seinem Plädoyer am vergangenen Mittwoch „die Höchststrafe“ gefordert.

Als Begründung für das Strafmaß nannte Mütze die psychische Verfassung des Täters, dessen Steuerungsfähigkeit laut Gutachter „nicht ausschließbar eingeschränkt war“: „Thomas S. ist schuldfähig, aber nur eingeschränkt“, sagte der Richter. Deshalb sei das Strafmaß zwischen drei und 15 Jahren anzusetzen. Für Thomas S. spreche, dass er seine Tat gestanden hatte, sich von der Polizei ohne Widerstand festnehmen ließ und nicht vorbestraft ist.

Verteidiger Marcus Mauermann und Staatsanwalt Matthias Blosche nannten das Strafmaß „Tat und Schuld angemessen“. Der Vater des Opfers, der im Prozess als Nebenkläger auftrat, ist mit dem Urteil „nicht zufrieden“.

Mit der Entscheidung ging am Dienstag ein Prozess mit sieben Verhandlungstagen und der Anhörung von fast 30 Zeugen zu Ende.

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