FDP verabschiedeten Kandidatenliste für Kasseler Kreistag

Die Spitzenkandidaten der Kasseler Landkreis FDP für die Kreistagswahl: Hans-Dieter Schneider (von links, Immenhausen Platz 5), Björn Sänger (Ahnatal, Platz 1), Heike Giede-Jeppe (Grebenstein, Platz 2) und Helmut von Zech (Zierenberg, Platz 3). Nicht anwesend war Conny Heusing aus Lohfelden, die Platz 4 der Liste besetzt.

Kreis Kassel/Calden. Viel Zeit in Anspruch hat die Auszählung der Stimmen beim Kreisparteitag der FDP am Freitag im Landgasthaus Koch nicht genommen.

Nur 24 Liberale kamen, um die 43 Kandidaten umfassende Wahlliste für die Kreistagswahl am 6. März zu verabschieden.

Spitzenkandidat ist der 40-jährige Fraktionsvorsitzende Björn Sänger (Ahnatal), der bei der Abstimmung 21 von 24 Stimmen (bei zwei Enthalten und einer Nein-Stimme) erhielt. Auf Platz zwei der Liste steht Heike Giede-Jeppe aus Grebenstein, die 23 von 24 Stimmen erhielt (eine Enthaltung). „Ich bin entsetzt, dass heute Abend so wenige hier sind“, sagte die 56-Jährige bei ihrer kurzen Rede. An dritter Stelle steht Helmut von Zech, der 24 Stimmen erhielt.

Die FDP hat momentan zwei Sitze im Kreistag. „Ich bin wirklich hochmotiviert, in den Wahlkampf zu ziehen“, sagte Spitzenkandidat Björn Sänger. „Und dann hoffentlich wieder mit einer größeren Fraktion.“ Es sei zwar zu zweit ganz gemütlich und der Koordination gering gewesen. „Aber einen höheren Aufwand nehme ich gern in Kauf.“

Für die Gesamtliste gab es am Ende 24 Ja-Stimmen, auch das Wahlprogramm wurde einstimmig verabschiedet. In diesem geht es um Bildung, Energiepolitik, Flüchtlinge, Infrastruktur, Versorgungsangebote und Finanzen.

Mit jungen Menschen, die die Region zum Studieren verlassen, müsse Kontakt gehalten werden, um sie in den Landkreis zurückzuholen. Medizinstudenten könne man beispielsweise mit Stipendien fördern und sie so dazu bringen, nach ihrem Studium im Kreis Kassel zu arbeiten. So gehe man auch gleichzeitig das Problem des Ärztemangels an. „Wen sollen wir davon überzeugen, bei uns im ländlichen Raum eine Praxis zu eröffnen, wenn nicht Menschen, die von hier kommen?“, fragte Sänger.

Beim Thema Windenergie habe die Kreis-FDP ein Alleinstellungsmerkmal: Solange man die erzeugte Energie nicht sinnvoll speichern könne, könne man nicht in eine Diskussion um Windräder in unseren Wäldern treten. Der Tag werde aber sicher kommen, an dem das technisch möglich sei.

Eine Spitze gegen die CDU gab es von Sänger noch: „Die Union will den Sozialdemokraten nur noch schaden“, sagte er. „Wir machen Politik, um etwas zu erreichen - nicht um jemanden zu schaden.“

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