Auseinandersetzung im Parlament

Verdreckte Mehrzweckhalle ärgert Caldener 

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Mehrzweckhalle aus der Luft: Dort soll besser kontrolliert werden, ob die Mieter die Halle sauber übergeben. 

Calden. Mieter der Caldener Mehrzweckhalle sollen besser kontrolliert werden. Darüber sind sich Caldens Bürgermeister und das Parlament einig.

Eine Auseinandersetzung gab es trotzdem: Die SPD warf Mackewitz vor, sich lange nicht um das Problem gekümmert zu haben. Der Bürgermeister erklärte, dass die Angelegenheit Sache der Verwaltung sei.

Ausgangspunkt war ein Brief des Caldener-Carnevals-Clubs CCC. Darin beschreibt der Vorsitzende Thomas Lindner, wie schmutzig der CCC die Halle Anfang Juni vorfand. Das sei kein Einzelfall: „Leider finden wir die Mehrzweckhalle immer wieder in diesem verdreckten Zustand vor.“ Der Gemeinde sei dies offenbar egal. Die SPD griff das Thema daraufhin in einer Pressemitteilung auf, Bürgermeister Maik Mackewitz erklärte, man suche bereits nach einer Lösung.

Doch damit war die Sache nicht vom Tisch. In der Parlamentssitzung sprach Mackewitz es selbst an: Man werde das Problem lösen. „Es ist ein unerfreuliches Thema, aber es ist ein Thema der Verwaltung.“

Andreas Wende

Das sah die SPD anders - auch weil das Thema vor über einem Jahr bereits im Parlament war. Damals habe Mackewitz Abhilfe versprochen. „Was ist daraus geworden?“, fragte SPD-Fraktionschef Andreas Wende. Vielleicht sei die verdreckte Halle doch ein wichtigeres Thema, als der Bürgermeister meine. Ihm das vorzuhalten, sei unredlich, erwiderte Mackewitz. Er war damals gerade ins Amt gekommen, seine Antwort habe die Verwaltung erarbeitet. Zudem habe es seitdem keine Probleme gegeben. Er betonte, dass man nun eine durchsetzungsfähige Person suche, die die Übergabe der Halle kontrolliere. Bisher wurde diese Aufgabe als kleiner Nebenjob vergeben. Auch eine Putzkraft müsse bereitstehen. Das werde Geld kosten.

Dazu ist man in Calden offenbar bereit: Sie habe unter Mackewitz’ Amtsvorgänger lange für mehr Kontrolle und Reinigung gekämpft - vergeblich, sagte Helga Hartmann vom Magistrat (SPD).

„Das Problem lag bereits vor Jahren auf dem Tisch“, sagte auch Brigitte Gerstenberg (CDU). Ende 2014 habe sich der CCC bereits einmal massiv beschwert. Man müsse eine Art Liegenschaftsverwalter einstellen, der sich auch um die Dorfgemeinschaftshäuser kümmern könne.

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