Dank Schauinsland-Reisen

Verein Pro Kassel Airport ist von erfolgreicher Zukunft des Flughafens überzeugt

Sind zuversichtlich: Der Vorstand des Vereins Pro Kassel Airport, Matthias Eickhoff (von links), Vorstandssprecher Stephan Löber, seine Stellvertreterin Petra Käckel, Esat Garp, Karl-Uwe Schaub und Heidi Till, haben ein Grillfest unter dem Tower ausgerichtet. Foto: Janz

Seit 1. Juli gehen wieder Flüge zu Urlaubszielen vom Flughafen Kassel. Weil der eigene Airbus der neuen Fluggesellschaft Sundair noch nicht zur Verfügung steht, bereitet der eilig organisierte Ersatzbetrieb mit fremden Chartermaschinen auch Probleme.

Die Flughafenbefürworter vom Verein Pro Kassel Airport bleiben aber optimistisch.

Die Umbuchungen auf teils erheblich spätere Flugzeiten, einzelne Starts und Landungen mitten in der Nacht, zurückgelassenes Gepäck und am Wochenende sogar ein kurzfristig stornierter Flug sehen sie als Übergangsprobleme. „Ich hoffe, dass der Sundair-Airbus Ende des Monats da ist, dann wird es ruhiger“, sagt der Vorstandssprecher Stephan Löber am Rande eines Vereinsfests am Samstag auf dem Flughafengelände.

Dabei will er die Probleme nicht kleinreden – im Gegenteil: Gegenüber dem renommierten Reiseveranstalter Schauinsland, der als Gesellschaft hinter Sundair steht, habe Löber deutlich gesagt, wie sensibel die Lage am Flughafen ist: „In Berlin sind Umbuchungen kein Problem, hier schon.“ Diese Stimme werde ernst genommen, sagt Löber.

Stimmung könnte kippen

Auch Vorstandsmitglied Karl-Uwe Schaub sieht die Gefahr, dass die zuletzt positive Stimmung aufgrund der Negativschlagzeilen kippt: „Das sollte sich schnellstmöglich ändern.“ Wobei es bislang keine Beschwerden über die Qualität der Ersatzairlines gebe, betont Schaub. Doch bald, da sind sich die Flughafenunterstützer einig, werde es positiv weitergehen. „Wir sind alle froh, dass es losgegangen ist. Ob nun mit der eigenen oder anderen Maschinen – es läuft“, sagt Heidi Till und blickt voraus auf den Winterflugplan, der bereits feststeht.

Gerade die Pro-Airport-Vorstände, die aus der Reisebranche kommen, zeigen sich zuversichtlich. Während auf Facebook teils wütende Kritik an Flugplanänderungen geäußert wird und einige Urlauber kein Vertrauen mehr in den Flughafen Kassel zu haben scheinen, berichten sie von anderen Reaktionen: „Unsere Kunden nehmen die Umstände ganz gut hin“, sagt Löbers Stellvertreterin Petra Käckel, die ein Reiseunternehmen in Grebenstein betreibt. Umbuchungen seien nun mal Alltag, und viele Kunden wären einfach froh, trotzdem von Calden fliegen zu können, obwohl der Sundair-Airbus noch nicht zur Verfügung steht.

Eine Million für Ersatzplan

„Dafür müssen wir Schauinsland dankbar sein“, sagt Reiseunternehmer Esat Garp, der ebenfalls im Pro-Kassel-Airport-Vorstand ist. Er hat großen Respekt, dass die Urlauber nicht einfach auf andere Flughäfen umgebucht wurden, als sich die Verzögerung bei der Airbus-Auslieferung angedeutet hat. „Das ist eine starke Leistung, die richtig Geld gekostet hat“, sagt Garp.

Stephan Löber sprach vor den 40 Flughafen-Unterstützern beim Grillfest von etwa einer Million Euro, die der voraussichtlich vierwöchige Ersatzflugbetrieb koste. Aber dass Schauinsland und Sundair die Kosten und den Aufwand auf sich nehmen, ist für Pro Kassel Airport gerade Grund, mit Vertrauen in die Zukunft der Urlaubsflüge und des Flughafens zu blicken.

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