Verkehrs-Wildwest

Forderung nach strengeren Ahndungen von Verkehrswidrigkeiten in Calden

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Hier wird auch gegen die Einbahnstraße gefahren: Norbert Ullrich und Irmgard Croll von der FWG rechts neben dem Rathaus in Calden. 

Fremdparken auf dem Mitarbeiter-Parkplatz des Rathauses und der Bank, fahren gegen die Einbahnstraße, schnelles Fahren durch die Caldener Innenstadt – gegen diese Verkehrsordnungswidrigkeiten will die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Calden vorgehen.

Deswegen hat die Fraktion einen Antrag an die Gemeindevertretung gestellt. „Nachts wird die B 7 zur Rennstrecke. Wir fordern dort von Zeit zu Zeit Geschwindigkeitsmessungen“, sagt FWG-Fraktionsvorsitzende Irmgard Croll.

Doch nicht nur die Holländische Straße sei ein Problem – auf der Wilhelmsthaler Straße würden manche Autofahrer ebenfalls ordentlich Gas geben. Deswegen spricht sich auch die SPD Calden für Messungen aus. „Zwar gibt es schon an einigen Stellen die Geschwindkeitsanzeigen, aber zusätzlich sollten weitere beschafft und aufgebaut werden“, so Andreas Wende von der SPD-Fraktion. Generell sei es aus Sicht der Sozialdemokraten sinnvoll, die Ortseingänge aller Ortsteile als Standorte für Geschwindigkeitsmessungen zu nutzen.

Hinter dem Rathaus: Dort dürfen nur Mitarbeiter des Rathauses und der Bank parken. 

Neben der Bundesstraße müssen, so Croll, die 30-Zonen vor Kindergärten und Schulen kontrolliert werden. „Vor allem am Heckenweg und in der Lindenstraße halten sich die ein oder anderen nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit“, sagt Norbert Ullrich, 1. Beigeordneter der FWG. Als man dort Messungen durchgeführt habe, seien viele geblitzt worden. „Komischerweise betraf es viele der Eltern“, so Ullrich weiter.

Nicht regelkonforme Fahrweisen zeigen sich zudem rechts neben dem Caldener Rathaus: „Dort fährt so mancher auch mal ganz gerne gegen die Einbahnstraße“, sagt Croll.

Beschwerden erreichen die Fraktionen auch wegen Wildparkern. „Eine Problemstelle ist der Luisenplatz. Dort wird links und rechts geparkt, ohne Sinn und Verstand“, erklärt Croll. Der Gemeindevorstand hat schon Poller aufstellen lassen, was die Fahrer nicht davon abhält auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Gehweg zu parken, so die FWG-Fraktionsvorsitzende weiter. Für Rettungskräfte sei dies ein Graus, kämen sie mit den Einsatzfahrzeugen nur schwer vorbei. „Rollstuhlfahrer, Menschen mit Kinderwagen und Rollatoren müssen auf die Straße ausweichen“, sagt Croll.

Keine Durchfahrt zum Waldschwimmbad.

Im Sommer müsse vor allem am Caldener Waldschwimmbad kontrolliert werden. Dort sind Autos verboten, nur Campingwagen dürfen auf ein ausgewiesenes Gelände fahren. „In der Freibadsaison ist die Zufahrt dann trotzdem voller Autos. Es wird ja nicht kontrolliert“, beschwert sich Ullrich. Voller Autos ist auch der Parkplatz hinter dem Rathaus, der nur von Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der danebenliegenden Bank benutzt werden darf.

Die Fraktionen befürworten zudem eine interkommunale Zusammenarbeit. Einen gemeinsamen Ordnungsamtsbezirk mit Grebenstein und Trendelburg besteht bereits und könnte auch erweitert werden. Die Kosten würden sich die Gemeinden dann teilen.

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