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Viel Lob für Junkernhof: Malerei und Kunsthandwerk beeindrucken Besucher

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Von: Dorina Binienda-Beer

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Leuchtende Lichtinstallation: Der Kasseler Künstler Zaki Al-Maboren stellte das Werk „Fantasievogel auf dem Flug in die Freiheit“ neben weiteren gemalten Arbeiten auf dem Meimbresser Junkernhof aus, im Hintergrund die sanierte ehemalige Remise. Zu den Bewunderern zählte auch Besucherin Helga Gorres aus Calden.
Leuchtende Lichtinstallation: Der Kasseler Künstler Zaki Al-Maboren stellte das Werk „Fantasievogel auf dem Flug in die Freiheit“ neben weiteren gemalten Arbeiten auf dem Meimbresser Junkernhof aus, im Hintergrund die sanierte ehemalige Remise. Zu den Bewunderern zählte auch Besucherin Helga Gorres aus Calden. © Dorina Binienda-Beer

Acht Jahre dauerte die Sanierung auf dem historischen Junkernhof in Meimbressen. Jetzt haben Künstler und Kreative dort Platz.

Meimbressen – Aus der zuvor fast verfallenen Remise ist ein Veranstaltungs-, Tagungs- und Feriendomizil entstanden. Gelegenheit, sich von der Verwandlung des einstigen Stalltraktes in einen zeitgemäßen Ort der Begegnung ein Bild zu machen, bestand für die breite Öffentlichkeit jetzt bei einem adventlichen Kunsthandwerkermarkt auf dem 400 Jahre alten Anwesen.

Im stimmungsvollen Ambiente der neu geschaffenen Räume präsentierten sich ein Dutzend Kunsthandwerker aus der Region mit ihren Erzeugnissen. Liebhaber der Malerei fanden in einer Kunstausstellung mit Arbeiten von Zaki Al-Maboren attraktive Anlaufpunkte. Werke von leuchtender, fröhlicher Farbigkeit beeindruckten das Publikum sowohl in der Kulisse des Turmraums als auch im Freien.

Vier Lichtinstallationen auf dem Hof und auf der Freilichtbühne vor dem Steinbruch entwickelten bei zunehmender Dunkelheit ihre Faszination. Die gemalten Werke, auf Lkw-Plane gedruckt und durch Spots hinterleuchtet, zogen die Betrachter in ihren Bann. Sie sind Teil einer Kollektion, die im Sommer vergangenen Jahres auf den Kasseler Weinbergterrassen in der Ausstellung Licht zu sehen war.

Junkernhof könnte bald zum Ort für Konzerte und Kunstworkshops werden

Der ursprünglich aus dem Sudan stammende freischaffende Künstler lebt und arbeitet seit fast 30 Jahren in Kassel, wo er bereits wiederholt zum Team der documenta gehörte und ein Atelier im Kunsttempel gegenüber der Stadthalle betreibt.

Ungeachtet von mehr als 200 Ausstellungen im In- und Ausland war Zaki Al-Maboren jetzt der Einladung in den kleinen Caldener Ortsteil gefolgt. Die stimmungsvolle Atmosphäre des Junkernhofes gab nach seinen Worten den Ausschlag für seine Zusage. Weitere künstlerische Einsätze in Meimbressen kann sich der 63-Jährige vorstellen.

So ist daran gedacht, bei einem Kunstworkshop im kommenden Sommer interessierte Kreative auf dem Junkernhof unter seiner Anleitung ein gemeinsames Kunstwerk erschaffen zu lassen. Für die wärmere Jahreszeit sind nach Auskunft der Veranstaltungsorganisatorinnen diverse Konzerte im Turm und auf der Freilichtbühne geplant.

Am Rande des adventlichen Öffnungstages auf dem Junkernhof kommentierten überraschte Einheimische den neuen alten Junkernhof anerkennend so: „Dass es hier in Calden so etwas gibt, toll.“ (Dorina Binienda-Beer)

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