1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Calden

Musiker Klaus Schelzig aus Ehrsten feiert 50-jähriges Bühnenjubiläum

Erstellt:

Von: Sascha Hoffmann

Kommentare

Klaus Schelzig bei seinem allerersten Auftritt vor 50 Jahren in der Ehrstener Gaststätte Rudolph.
Klaus Schelzig bei seinem allerersten Auftritt vor 50 Jahren in der Ehrstener Gaststätte Rudolph. © Sascha Hoffmann

Dass er vor seinem ersten Auftritt mächtig aufgeregt war, weiß Klaus Schelzig noch wie gestern.

Ehrsten – Auf den Tag genau 50 Jahre ist es jetzt her, dass der kleine Klaus in der Gaststätte Rudolph in seinem Heimatort Ehrsten Blut geleckt hat.

„Ich war elf Jahre alt, hatte gerade zwei oder drei Jahre Akkordeonunterricht hinter mir und konnte sowas wie den Schneewalzer“, erinnert sich der heute vielgebuchte und beliebte Entertainer.

Schon als Kind hatte er einen Traum

„Ich habe trotzdem bei der Kapelle mitgespielt und war stolz wie Oskar.“ Dass er einmal Berufsmusiker werden würde, das wusste er sogar schon viel früher, und zwar als er mit drei Jahren sein erstes Akkordeon geschenkt bekam. Nach seiner Bühnenpremiere in der Dorfkneipe waren die „Bretter, die die Welt bedeuten“ Schelzigs regelmäßiges Zuhause, zunächst allein, schnell auch als Teil einer Tanzkapelle. „Das waren die Rio Boys, die sich schnell zum Publikumsmagneten gemausert haben“, erinnert er sich an die gemeinsame Kombo mit drei Freunden und seinem Bruder.

Erinnerung an schöne Zeiten

Gern denke er zurück an fantastische Zeiten, unteranderem mit großen Erfolgen während eines sechswöchigen Aufenthaltes in Australien. 1978 begann Schelzig, sein Hobby auch zum Beruf zu machen und startete eine Ausbildung in einem Kasseler Musikfachgeschäft, festigte so sein Fachwissen über die damalige Musikszene. Auch beim Akkordeon sollte es nicht bleiben, mit der Zeit lernte er Keyboard, Orgel und Klavier.

Neuen musikalischen Herausforderungen, sagt er, habe er sich immer gern gestellt. „Auch 1991, als ich mit einem langjährigen Musikkollegen die „Original Schloppetaler Musikanten“ gegründet und parallel dazu als Dirigent des Meimbresser Musikvereins „Harmonie“ fungiert habe.“

Längst war da die Musik tief in sein Herz eingezogen, sodass er 1993 den Schritt in die Selbstständigkeit und damit ins Profilager wagte. Als Tastenmann zeichnete er bei der „Josh Sanders Band“ und „Superjet“ für die musikalischen Arrangements und die Programmgestaltung verantwortlich, heute ist er solo und als „Duo Inflame“ mit Sängerin Nicole Nell unterwegs.

Wie oft er in all den Jahren auf der Bühne stand, das kann der leidenschaftliche Musiker nicht beantworten. „Es waren sehr, sehr viele Auftritte“, sagt Schelzig und erinnert sich an manch Kuriosität: Etwa als die neugekaufte Seifenblasenmaschine einen Tanzabend zur Rutschpartie werden ließ, oder ein übereifriges Tanzpaar stolperte und weitere Gäste mit in einen Springbrunnen riss. „Es gibt so viele Erinnerungen, leider nicht nur gute“, sagt er und spielt auf die vergangenen zweieinhalb Jahre an.

Die Corona-Pandemie war das schlimmste was passieren konnte

„Corona war das Schlimmste, was mir in all der Zeit passiert ist. Doch die Musik hat mir Kraft geschenkt.“ Mit dem Akkordeon sei er in Innenhöfen von Altenheimen aufgetreten, um den alten Menschen und auch sich selbst etwas Gutes zu tun. Und auch da war er wieder mächtig aufgeregt, daran nämlich hat sich seit seinem ersten Auftritt vor 50 Jahren nichts geändert. (Sascha Hoffmann)

Info: Klaus Schelzig sucht Fotos seiner früheren Auftritte und freut sich über Kontaktaufnahme unter 0 15 77/9 04 53 43

Auch interessant

Kommentare