Westuffeln feiert urkundliche Ersterwähnung von 1050 mit Fest

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Wolfgang Lange, Hansgeorg Noeh, Christoph Heuser und Andreas Waschke (von links) bereiten mit etlichen weiteren Festausschussmitgliedern die 1050-Jahr-Feier in Westuffeln (im Hintergrund der Kirchturm) vor. Foto: Binienda-Beer

Westuffeln. Drei Tage lang wird im Caldener Ortsteil groß gefeiert: Vom 3. bis 5. Juli gedenkt der Ort seiner urkundlichen Ersterwähnung vor 1050 Jahren.

Was den einen ihr Hessentag ist, ist den anderen ein langes Festwochenende aus historischem Anlass. Knapp vier Wochen nach Ende des Landesfestes in Hofgeismar fängt in Westuffeln das große Feiern erst an: Vom 3. bis 5. Juli gedenkt der Caldener Ortsteil seiner urkundlichen Ersterwähnung vor exakt 1050 Jahren.

Längst laufen auch in Westuffeln die Vorbereitungen auf Hochtouren. Während der Festausschuss mit der Organisation alle Hände voll zu tun hat, werkeln Kreative in diversen Scheunen und auf Höfen schon an ihren Motivbeiträgen für einen großen historischen Umzug. Die Beiträge werden auch Bilder von der eindrucksvollen 1000-Jahr-Feier Mitte der 1960er Jahre wieder aufleben lassen.

Festzugsmotiv von 1965: Bauern aus der Frühzeit des Dorfes verkörperten damals (von links) Gerhard Schimski, Monika Himmelmann, Wilhelm Rüddenklau, Gertrud Spranger, Ursula Alhart, Marli Erkelenz, Alma Greinke und Helga Rüddenklau. Repro: pbb

Fast zwei Wochen stand Westuffeln damals Kopf. So üppig soll das aktuelle Jubiläum nicht begangen, ein attraktives Drei-Tage-Programm dennoch auf die Beine gestellt werden. Die Feier über ein verlängertes Wochenende läuft in der Regie der Vereinsgemeinschaft, die im vorigen Sommer den Festausschuss installierte. Ein gutes Dutzend Einwohner, die allesamt in ihren jeweiligen Vereinen ohnehin rührig im Einsatz sind, krempeln für das Gemeinschaftsereignis in den kommenden Wochen noch mal verstärkt die Ärmel hoch. Sämtliche Vereine der Vereinsgemeinschaft sind zur Freude ihres Vorsitzenden Christoph Heuser bereit, ihren Beitrag zum Gelingen des Geburtstags zu leisten.

Im Mittelpunkt des Festes steht der Wunsch, heutige und ehemalige Westuffelner in fröhlicher Runde zusammenzubringen. Zum Klönen über früher und die dörfliche Entwicklung heute. Der Ortsteil ist offen nach außen. Deshalb macht Wolfgang Lange, Vorsitzender des Geschichtsvereins, auch klar: „Willkommen sind bei uns natürlich neben den Westuffelnern alle, die sich mit dem Ort verbunden fühlen.“

Gefeiert wird auf und am Friedenshügel (bei Regen in der Turnhalle). Das Friedensdenkmal von 1871 (Ende des deutsch-französischen Krieges), das sich noch in der Restauration befindet, soll während des Festes wiedereingeweiht werden. Der Geschichtsverein bereitet eine Ausstellung vor: Eine Vielzahl von Fotos von der 1000-Jahr-Feier werden ergänzt durch Exponate zum dörflichen Leben in der Vergangenheit.

Unter allen Programmpunkten - der Eintritt ist immer frei - wird der Festumzug durchs Dorf am Sonntagnachmittag fraglos den Höhepunkt bilden. Anmeldungen, auch von Gruppen außerhalb der Vereinsgemeinschaft, werden noch gerne entgegengenommen (Kontakt: Christoph Heuser, 0172/56 28 377). Bei allem Aufwand vergeht Oberorganisator Heuser nicht die Lust am Scherzen: „Mal sehen, was die Hofgeismarer beim Festzug auf die Beine stellen. Wir in Westuffeln wollen dann auf jeden Fall zwei Gruppen mehr haben.“

Von Dorina Binienda-Beer

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