Wachdienste in Calden: Verdi schreibt an Staatskanzlei

Wachmann an Erstaufnahmeeinrichtung Symbolfoto: dpa

Calden. Die Gewerkschaft Verdi vertritt einen Ex-Wachmann im Rechtsstreit gegen die Spectra GmbH. „Dieser Fall ist keinesfalls ein Einzelfall", sagt Gewerkschaftssekretär Guido Jurock.

„Wir haben noch ein paar ähnliche Fälle auf dem Tisch.“ Jurock berichtet unter anderem über Kameraüberwachung der Mitarbeiter, Stromkabel im Schlamm und Wachleute, die nach sechs Stunden Pause die nächste Zwölf-Stunden-Schicht hätten antreten müssen.

Verdi-Landesbezirksleiter, Jürgen Bothner, hat die Caldener Fälle jetzt zum Anlass genommen, die hessische Landesregierung zu informieren. In einem Brief an den Chef der Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, schreibt Bothner: „Mit großer Sorge hören wir in letzter Zeit von unseren Mitgliedern bittere Klagen über Subunternehmer Ihres Vertragspartners Pond, insbesondere über die Sicherheitsfirma Spectra.“

So führe die Firma entweder keine Arbeitszeitnachweise oder gebe sie nicht an die Mitarbeiter heraus. Auf Nachfrage habe Pond erklärt, die Arbeitszeitnachweise habe das Land.

„Nachweislich werden Mitarbeiter an sieben Tagen hintereinander zur zwölfstündigen Nachtschicht eingesetzt, es wird ihnen willkürlich Geld gekürzt mit der Begründung, sie hätten während der Schicht geschlafen, was mit einem Video bewiesen sein soll, das ihnen jedoch nicht gezeigt wurde“, sagt der Verdi-Chef zur Staatskanzlei.

Spectra äußert sich bisher nicht zu den Vorwürfen. (geh)

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