Kampf gegen den Schnee

Weg frei für erste Impfwillige: Impfzentrum Calden nimmt den Betrieb auf

Schweres Gerät: Mit großen Baufahrzeugen und Lkw ließ der Landkreis Kassel zwei Tage lang die Schneemengen von den Zufahrten und Parkplätzen des Impfzentrums auf dem alten Flugplatz Calden wegräumen.
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Schweres Gerät: Mit großen Baufahrzeugen und Lkw ließ der Landkreis Kassel zwei Tage lang die Schneemengen von den Zufahrten und Parkplätzen des Impfzentrums auf dem alten Flugplatz Calden wegräumen.

Seit Mitte Dezember ist das Impfzentrum Calden startbereit – heute Morgen soll es nun den Betrieb aufnehmen, trotz des Schneefalls.

Calden/Kreis Kassel – Seit Sonntagmittag hat der Landkreis Kassel mit schwerem Gerät dafür gesorgt, dass das seit sechs Wochen startklare Corona-Impfzentrum in Calden heute plangemäß starten kann. Zwei Tage lang und voraussichtlich auch heute Morgen wieder halten große Fahrzeuge die Zufahrten und die Parkplätze für die Besucher frei vom Schnee.

„Wir haben uns auf den Start des Impfzentrums vorbereitet und können die für den 9. Februar terminierten Impfungen durchführen“, sagt Vizelandrat Andreas Siebert.

Für Terminabsagen gibt es ein Bürgertelefon

Rund um das Impfzentrum wurden die Zugänge seit Sonntag soweit von Schnee und Eis befreit, dass ein normaler Zugang zu den Impfterminen möglich sei, teilte Landkreissprecher Harald Kühlborn mit.

Hilfe aus dem Harz: Um der Schneemengen Herr zu werden, holte sich der Landkreis Kassel eine Schneefräse aus dem Raum Goslar, die den Schnee auf einen Lkw förderte.

Nach den alarmierenden Wettervorhersagen hatte der Landkreis schwere Baumschinen auf das Gelände am alten Flugplatz Calden beordert, wo sich am Sonntag und Montag zweimal je 30 Zentimeter Neuschnee ansammelten.

Schneeverwehungen zwischen den Gebäuden reichten teilweise bis zu den Türklinken. Bagger, Radlader, Teleskop- und Baggerlader, eine Schneefräse aus dem Harz sowie fünf Lkw sorgten dafür, tausende Kubikmeter Schnee von den Zufahrten und Parkplätzen zu entfernen und außerhalb des Impfzentrums abzukippen.

Falls es in der Nacht zum Dienstag wieder schneit, wird ab 4 Uhr morgens geräumt, damit zum Auftakt alles frei ist, erläutert Marc Schölzel, Organisatorischer Leiter des Impfzentrums.

„Für alle, die einen Impftermin für den 9. Februar vereinbart haben und die wegen der Wetterlage nicht kommen können, bitten wir um einen Anruf bei unserem Bürgertelefon unter 0561/1003-1177“, erklärte Siebert weiter. Von dort werden die Daten der Anrufenden an die Verwaltung des Impfzentrums weitergegeben.

Neue Termine für Impfwillige bei wetterbedingten Absagen

Siebert: „Wir wollen sicherstellen, dass wir die wetterbedingten Absagen ohne größeren Aufwand für die Termininhaber zu einem neuen Impftermin führen“.

Fenster waren teilweise bis zur Hälfte zugeweht.

Dafür sei es wichtig, dass die vom Land Hessen vergebene Termin-ID mitgeteilt wird, die auf der Terminbestätigung steht. Mit den Betroffenen werde dann Kontakt aufgenommen.

Das Bürgertelefon ist nur für die kurzfristigen wetterbedingten Absagen da, unterstreicht Vizelandrat Siebert.

Für Absagen aus anderen Gründen sowie für Terminvergaben für Impftermine im Impfzentrum des Kreises in Calden stehen die Termin-Hotlines der Landesregierung (Telefon 116117 und 0611/505 92 888) und die beiden Internetportale (impfterminservice.hessen.de und corona-impfung.hessen.de) bereit.

Das Impfzentrum Calden ist auf die Zahl der zu Impfenden eingestellt. Falls angebrochene Impffläschchen übrig sind, kann man laut Siebert auf einen Pool von Rettungs- und Pflegekräften zurückgreifen, die alle der ersten Priorisierungs-Gruppe angehören. (Thomas Thiele)

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