Flüchtlinge: SPD-Chef darf Presse nicht mit auf Flugplatz nehmen

Calden. In der Flüchtlingsunterkunft auf dem Flugplatz in Calden werden am Montag weitere Asylsuchende erwartet.

Das teilte Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel, mit. Wie viele Menschen genau in der Zeltstadt ankommen, konnte man nicht genau sagen.

Zurzeit leben 651 Menschen in der Caldener Flüchtlingsunterkunft, der Platz reicht für 1000. Diese Obergrenze soll nach bisherigen Informationen auch bleiben.

Update

Dieser Artikel wurde um 15.45 Uhr aktualisiert.

Für Verwirrung sorgte ein Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzenden und Oppositionsführers im Landtag, Thorsten Schäfer-Gümbel. Der will am Dienstag, 4. August, den Flugplatz besuchen, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. Schäfer-Gümbel hatte dazu auch die Presse als Vertreter der Öffentlichkeit eingeladen. Auf Anfrage der HNA hieß es, die Presse werde mit dem SPD-Fraktionschef auf das Gelände kommen.

Dem widersprach das Regierungspräsidium: Für Medienvertreter gebe es keine Genehmigung zum Betreten der Einrichtung in Calden. Dies gelte auch für alle übrigen Einrichtungen zur Erstaufnahme. Anderslautende Einladungen „von Landespolitikern – gleichgültig von welcher Partei – haben keine Gültigkeit.“

„Wir sind auch von der Tatsache überrascht und irritiert, dass sich das Regierungspräsidium nun anders entschieden hat“, erklärte die SPD.

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