Wohnanlage der Caldener Werkhilfe wird erweitert

Im kommenden Sommer ist Einzug: Seit April brummen die Bagger schon auf der Baustelle. Im August 2016 soll die Erweiterung der Wohnanlage abgeschlossen sein. 42 alte Menschen finden hier dann ein neues Zuhause. Fotos: Temme

Calden. Klein-Toskana, wie die Wohnanlage der Werkhilfe auch genannt wird, wächst: Bei einer Feierstunde wurde der Grundstein für ein Bauprojekt gelegt, das im August 2016 fertig sein soll.

Schon 2006, als die Wohnanlage gebaut wurde, hätten sie eine Erweiterung in Betracht gezogen, sagte Architekt Carsten Dewes. Deshalb seien sämtliche Versorgungsleitungen schon seinerzeit bis zur Grundstücksgrenze gelegt worden. 2010 ist schließlich der Bebauungsplan, für die bis dahin als Ackerland genutzte Fläche, auf den Weg gebracht worden.

Bis in den Dezember zogen sich die Verhandlungen, dann konnte Heinz-Dieter Olbrich von der Werkhilfe endlich den Startschuss für den Baubeginn geben. Dass fünf Jahre ins Land zogen, lag vor allem an der Finanzierung. Da das Fünf- Millionen-Projekt zu 80 Prozent fremdfinanziert sei, hätten sie geduldig sein müssen, sagte der Werkhilfe-Geschäftsführer.

Seit Ende April brummen nun die Bagger, was laut Architekt Drewes keine Selbstverständlichkeit sei. „Da wir erst kurz vor Weihnachten den Bauantrag eingereicht haben, sind wir stolz drauf, so schnell anfangen zu können“, ergänzte Dewes, der die bisherige Wohnanlage auch mitkonzipiert hat.

Vier Gebäude im Stil der schon gebauten Häuser entstehen nun: Zwei Wohnhäuser in denen jeweils 10 Apartments untergebracht sind und insgesamt 24 Menschen leben können sowie ein weiteres Haus, in der zwei Wohngemeinschaften untergebracht werden sollen. In einer finden demenzkranke Menschen einen Platz und in der anderen schwer Pflegebedürftige. Insgesamt stehen im WG-Bereich 18 Plätze zur Verfügung. In einem weiteren Gebäude soll eine Tagespflege untergebracht werden, in der 15 Bedürftige betreut werden können. 20 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden.

Obwohl das Projekt erst kommendes Jahr bezugsfertig ist, sind fast alle Wohnungen bereits vergeben. „Ich bin so froh, hier einziehen zu dürfen, denn im Altersheim möchte ich nicht alt werden“, sagte Ida Schmidt. Auch Ursula Langer bekam eine Wohnung: „Hier können wir würdevoll alt werden, sind frei und müssen nie mehr umziehen.“

Von Tanja Temme

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