Gemeinde sucht Investor für Großprojekt

Wohnpark Wilhelmsthal: Bis zu 100 Wohnungen sollen in Calden entstehen

Bürgermeister Maik Mackewitz (rechts) und Bauamtsleiter Christoph Kaufmann auf dem Sportplatz an der Wilhelmsthaler Straße in Calden.
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Hier soll der Wohnpark Wilhelmsthal 1 entstehen: Bürgermeister Maik Mackewitz (rechts) und Bauamtsleiter Christoph Kaufmann auf dem Sportplatz an der Wilhelmsthaler Straße in Calden.

Unter dem Titel „Wohnpark Wilhelmsthal 1“ sollen in Calden in Mehrfamilienhäusern bis zu 100 neue Wohnungen entstehen. Die Gemeinde sucht einen Investor, der das Projekt umsetzt.

Calden - Dabei soll nicht unbedingt der zum Zuge kommen, der das meiste Geld für das 1,5 Hektar große Grundstück auf dem bisherigen Sportplatz an der Wilhelmsthaler Straße bietet – es spielen auch Kriterien wie Energiesparen und städtebauliche Gestaltung eine Rolle.

All das ist Teil eines Verfahrens für die Konzeptvergabe, bei dem sich Investoren bis zum 29. Oktober bei der Gemeinde bewerben können (Infos: calden.de). Ein Auswahlgremium bewertet die Konzepte, das letzte Wort hat die Gemeindevertretung. Bewerber müssen verschiedene Kriterien erfüllen, für die es anteilig Punkte gibt. Das Kaufpreisangebot für das gemeindeeigene Grundstück ist dabei zwar mit 30 Prozent am höchsten gewichtet, aber eben nicht das allein entscheidende, wie Bürgermeister Maik Mackewitz betont – wenngleich es einen Mindestpreis gibt, der Bewerbern auf Anfrage mitgeteilt wird.

Fertigstellung bis spätestens Ende 2025

„Dies ist das größte Bauprojekt für die Kommune für die nächsten Jahre“, sagt Mackewitz. Wie viele Wohnungen es in wie vielen Häusern am Ende werden, hängt davon ab, welches Konzept zum Zuge kommt. Ein Investor muss für die Umsetzung voraussichtlich einen zweistelligen Millionenbetrag einplanen. Die Fertigstellung ist für spätestens Ende 2025 vorgesehen.

„Das muss gut werden, keine Trabantenstadt, sondern etwas Neues, das in die Zeit und an diesen Ort passt“, ergänzt der Bürgermeister. Deshalb hat man den Entwicklern zwar einen Rahmen vorgeben, beispielsweise maximal dreigeschossige Gebäude, außen möglichst mit natürlich wirkenden Materialien wie Holz und Putz. Gleichzeitig sollen Bewerber innerhalb dieses Rahmens kreative Ideen verwirklichen können, erklärt Bauamtsleiter Christoph Kaufmann.

Für die 7500-Einwohner-Gemeinde ist das Projekt eine der Säulen der Weiterentwicklung. Auf wirtschaftlicher Seite steht die Vermarktung des Gewerbegebiets auf dem alten Flughafen an. Was Wohnbauten angeht, entstehen derzeit mehr als 70 Bauplätze im Kernort und Ortsteilen oder sind kürzlich entstanden. Hinzu kommen soll neben dem Wohnpark Wilhelmsthal 1 noch der Wohnpark Wilhelmsthal 2 auf der anderen Seite der Wilhelmsthaler Straße mit Grundstücken für Einfamilienhäuser. (Matthias Müller)

Wohnungen im Landkreis sind gefragt

Der Bedarf an Mietwohnungen im Kreis Kassel sei auf jeden Fall vorhanden, sagt Harald Kühlborn als Vorsitzender des Mieterbundes Nordhessen. Es sei wichtig, dort auch verstärkt auf mehrgeschossigen Wohnungsbau zu setzen. Der Kernort Calden gehöre dabei noch zum gefragten Speckgürtel der Stadt Kassel. In Kassel selbst könne man den Bedarf an Mietwohnungen kaum decken, zudem lägen dort bei Neubauten die Kaltmieten häufig über zehn Euro pro Quadratmeter. 

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